Full text: (Band VII.)

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12) 1765 zur Inaugur.-Disputation des Lübecker Awj. Joh. Siedenburg: Theses inaug. ex vario 
jure. Der Respondent, versprach in der Vorrede, er werde eine Diss. singularia quaedain juris Lubec. 
in materia de erntione et venditione schreiben. 
13) 1767 disputirte unter W. der Lübecker Joh. Gottlob Fürstenau de dispositione usufruc- 
tuana matris viduae ex jure Germanico praesertim Lubec. Der Respondent nennt sich Auctor dieser 
Diss., er leitet den Ususf’ructus der Mutter aus der Gütergemeinschaft, ihr liege die Verpflichtung 
ob, die Substanz des Vermögens den Kindern zu erhalten. 
14) 1771 erschien von W. ein Programm zur Disputation des Hamburgers Joh. Arnold Heise 
de aerarii securitatis contra incendiorum pericula praestandae caussa constituti ordinatione a magi- 
stratu municipali sine principis confirmatione non promulganda. W. zeigt, dass den Stadtbehörden 
das Recht, Anordnungen gegen Feuersgefahr zu erlassen, ohne höhere Genehmigung nicht zustehe, 
dass die Statuten der Versicherungsgesellschaften der Genehmigung der höchsten Statsgewalt be 
dürfen. Die Dissertation Heise's handelte de re opificiaria Hamburgensi. Der Candidat J. A. Heise, 
am 5. Februar 1747 geboren zu Hamburg, wo der Vater Archidiakonus war, ist der Onkel des 
allbekannten Präsidenten des Oberappellations-Gerichts zu Lübeck, er starb 1834 als Bürgermeister 
zu Hamburg. Vergl. Schröder, Lexikon der Hamb. Schriftsteller. B. 3, S. 167 u. folg. 
15) 1772 zur Fridericianisdum Disputation des Studircndcn Christoph. Andr. Peter Steffens aus 
Altona: Theses controversac ex vario jure depromtae. Es sind 123 Thesen aufgestellt, über die 
sicher nicht an einem Tage gehörig verhandelt werden konnte. 
16) 1773 zur Inaugur.-Disputation des Candidaten Joh. Friedr. Langhoff aus Hamburg das 
Progr. de appellatione executionem sententiae heredi scripto hereditatis possessionem adjudicandis 
neque hodie in foris Holsat. impediente. Der Verfasser beruft sich besonders auf 1. 6 c. quor. appel- 
latio und auf die Analogie aus der Landger.-Ordn. P. 1. tit. 5. § 4, 5. Das Programm ist wieder 
gedruckt in Schrader, collectio diss. läse. 2. p. 127. Kil. 1800. 4. Langhoffs Diss. handelt de er- 
roribus pragmaticorum circa probationem in perpetuam rei mernoriam. L. nennt sich Auctor, er be 
hauptet, die Praktiker irrten, wenn sic den Reus zur Probatio in perpet. mernoriam zulassen wollen, 
aber nicht den Autor. Den Anspruch hätten beide Partheien, wenn sic gehörige Gründe dafür an 
führen können. 
17) 1778 disputirte unter W. zur Erlangung der Dootorwürde der Eutiner Friedr. Willi. Lewon 
de lucro ex confiscatione an et quatenus vi jurisdiclionis patrimonialis percipiatur. Das jus fisci 
haben nach dieser Diss. die Patrimonialgerichte in der Regel nicht. 
18) Aus Winkler’s Nachlass gab Chr. Ulr. Dell, von Eggers, der durch seine Schriften über 
das Preuss. Gesetzbuch bekannt ist, institutioncs jurisprudentiae naturalis. Hafniae 1801., ausser der 
Vorrede 150 Seiten 8-, heraus. Der Verfasser unterscheidet das Principium honesti, welches das 
Fundament der Ethik sei, das Principium justi und decori. Das zweite ist der Grund des Natur 
rechts, es dient zur Förderung des äussern Glücks, Keiner darf hiernach den Andern verletzen und 
stören. Vor der Erörterung des Einzelnen geht vorher eine kurze Skizze der Geschichte des 
Naturrechts von Hugo Grotius bis Kant und Hufeland. 
26) Johann Philipp von Carrach*) 
war der Sohn des Preuss. Geh. Raths Prof. Joh. Tobias Carrach zu Halle, ward daselbst 1730 ge 
boren, studirtc in Halle, ward daselbst 1750 Doctor der Rechte und 1752 ausserordentlicher Professor, 
*) Weidlich, biograph. Nachrichten von den jet/.t lebenden Kechtsgelehrtcn. Th. 1. S. 107. 
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