Full text: (Band VII.)

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Enth. A. Bericht. 1. Die Kgl. S. H. L. Gesellschaft für die Sammlung und Erhaltung 
Taterländischer Alterthümer und das Museum vaterländischer Alterthümer in Kiel in den Jahren 1850 
bis 60. — 2. Bekanntmachung vom 21. September 1847. — 3. Ein Vorschlag zur Begründung von 
Filial - Museen vaterländischer Alterthümer. 
B. Zur Kunde vaterländischer Alterthümer. S. II. L. antiquarische Mittheilungen 
vom Jahr 1860. — 1 — 3. S. den Achtzehnten Bericht. — 4. Die Steinsetzungen im Skalnasthal auf 
Amrum. (Mit l Steindrucktafel.) — 5. Antiquarischer Bericht aus Nordhastedt (Dithmarschen). Er 
stattet vom Kirchspielvogt Westedt. — 6. Der Leichenfund in Höirup, Propstei Töminglehn. — 7. Ueber 
einige alte Spiele und ihre ursprüngliche Bedeutung. Nachtrag. — 8. Die Hausmarken auf der Insel 
Fehmarn. Von Leonhard Seile in Rendsburg. (Mit 3 Steindrucktafeln.) — 9. Einige Hausmarken 
u. dgl. aus verschiedenen Gegenden von Schleswig, Holstein und Lauenburg. (Mit Steindrucktafel IV.) 
— 10. Der Miinzfnnd bei Vornskov. 
C. Verzeichniss der Accessionen des Museums vaterländischer Alter 
thümer in Kiel. Für die Jahre 1850 — 60. — 1. Alterthümer. — 2. Münzen. 
Der Inhalt des XVI. Berichts ist zugleich in der „Allgemeinen Monatsschrift für Wissen 
schaft und Literatur“, der des XVII., XVIII., XIX. und XX. Berichts in den „Jahrbüchern für 
die Landeskunde der Herzogthümer Schleswig, Holstein und Lauenburg“ abgedruckt worden. 
Seit Abschluss des XX. Berichts ist dem Museum vom Herrn Gutsbesitzer Dr. Lutteroth 
durch die gütige Vermittelung des Herrn Physicus Dr. Ackermann in Oldesloe ein sehr interessantes 
Geschenk gemacht worden. Im adligen Gut Höltenklinken wurden nämlich beim Drainiren im 
Vorsommer 1859 zwei platte Granitsteine gefunden, jeder circa einen Puss im Durchmesser, welche 
genau auf einander passen, indem die etwas concave Fläche des einen von der convexen des an 
deren gedeckt und gefüllt wird. Der obere Stein ist in seiner Mitte durchbohrt und hat das runde 
Bohrloch einen Durchmesser von zwei bis drei Zoll; dieses Loch setzt sich einige Zoll tief in den 
zweiten unterenStein fort, ohne diesen zu durchbrechen. Ein Kenner vaterländischer Alterthümer, 
der ehemalige Pächter Weltner auf Prohnsdorf, erklärte sogleich die Steine für sehr werthvoll; es 
sei dies die ursprünglichste Form einer Handmühle, von der, soviel er wisse, nur ein einziges 
vollständiges Exemplar und zwar im Kopenhagener Nordischen Museum vorhanden sei. (Unser 
Museum besitzt bereits mehre ähnliche Stücke.) — Genau auf einander ruhend wurden diese Steine 
in horizontaler Lage auf einer hohen Koppel, 47a Fuss unter der Oberfläche, im gelben Sande 
entdeckt. In weiter Umgebung finden sich keine Spuren von früheren Wohnstätten, und die Koppel 
zeigt an ihrer Oberfläche eine etwa 1£ —2 Fuss mächtige Schicht lehmiger Ackererde (oberste 
Diluvialschicht), worauf der gelbe Sand folgt. Der Draingraben, wo die Steine sich fanden, war 
bei Ankunft des Besitzers Dr. L. bereits wieder zugeschüttet, und die Leute wussten nicht mehr 
genau die Stelle anzugeben, so dass derselbe über die Beschaffenheit des Fundortes nichts Ge 
naueres mittheilen kann. Doch wird man versucht, dabei an die unterirdischen Bauten der alten 
Germanen zur Aufbewahrung der Feldfrüchte, welche auch als Zuflucht für den Winter und als 
Versteck in Kriegszeiten dienten (Tacitus, Germania 16), zu denken. 
Weiter erhielt das Museum von Herrn Prof. Bartels Woselbst 12 Steinsacheu (darunter ein 
halbmondförmiges Messer von Flint, unten gerade, und ein Wirtel) und einen kugelförmigen 
Klumpen Bronze. — Für die Münzsammlung gingen ein, ausser 8 neueren Kupfermünzen, an 
Silbermünzen von Herrn Johannes Möller in Uetersen: 1) ein Kostocker Vier-Witten-Stück (mit 
einem Stern im Kreuz); 2) ein Stralsunder Vier-Wittenstück; 3) ein Hamburger und 4) ein 
Lübecker Wittenpenning, sämmtlich aus dem Anfang des 15. Jahrhunderts, welche aus einem bei
	        
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