Full text: (Band VII.)

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regelmässig ein. In Neustadt wurden leider im «fahre 1859/60 die Beobachtungen nur unregel 
mässig gemacht und schliesslich ganz eingestellt. Es sind indessen die Vorbereitungen bereits ge 
troffen für die Stationen Neustadt und Sylt Ersatz zu bekommen und wird es hoffentlich schon im 
nächsten Berichte möglich sein, über die Arbeiten von den neuen Stationen zu berichten. 
Die vom Königl. Preussischen statistischen Bureau eingegangenen Drucksachen wurden den 
Herren Beobachtern an unsern meteorologischen Stationen mitgetheilt. 
Der physikalische Apparat ist durch Ankauf verschiedener Apparate zum Gebrauch bei den 
Vorlesungen bereichert worden. G. K. 
19) Die Kgl. S. H. I. Antiquarische Gesellschaft und das Museum 
vaterländischer Alterthümer. 
Die Kgl. Schleswig-Holstein -Lauenburgische Gesellschaft für die Sammlung und Erhaltung 
vaterländischer Alterthümer ist durch das unterm 27. Mai 1834 Allerhöchst confirmirte Statut be 
gründet und dann in der ersten Generalversammlung zu Kiel am 15. Januar 1836 vollends con- 
stituirt worden; sie hat also nunmehr seit mehr als fünfundzwanzig «fahren gewirkt. 
Die Aufgabe der Gesellschaft ist, wie es die vorläufige, Namens des Vorstandes vom Kam- 
merherrn Oberlandwegeinspector F. v. Warnstedt verfasste Ansprache: „Ueber Alterthums - Gegen 
stände“ (Kiel 1835) aussprach, eine doppelte, nämlich 
I. Sammlung und Erhaltung vaterländischer Alterthümer, mithin Vergrösserung des zu 
Kiel im «fahre 1835 eröffneten Museums, und daneben 
II. Erforschung so wie Erklärung und Anwendung dieser Alterthümer zur Erläuterung 
unserer älteren Geschichte, Geographie und Statistik. 
Wieviel in ersterer Hinsicht erreicht und was noch insbesondere zu wünschen ist, darüber 
hat bereits in den früheren «Jahrgängen der „Chronik“ (1854 S. 40, 1855 S. 44, 1856 S. 37 und 
1857 S. 36 uff.) Herr Professor Müllenhof, welcher bis Michaelis 1858 als Vorstandsmitglied und 
Director des Museums fungirte 1 ), ausführlicher gesprochen. Seitdem unter der Direction des 
Herrn Privatdocenten Dr. Klaus Groth ist das Museum noch durch mehrfache Accessionen be 
reichert worden, unter denen wir nur die in Nordhastedt (Dithmarschen) gefundene goldene 
\ Urne mit Deckel hervorheben wollen 2 ). Um so dringlicher wird die Nothwendigkeit und der 
Wunsch, dass dieser kostbaren Sammlung bald eine geräumigere und passendere Loyalität ange 
wiesen werde! 
Was den zweiten Punkt anbelangt, so hat der Vorstand der Gesellschaft während der «Jahre 
1836 bis 1850, alljährlich im «Januar, in regelmässiger Reihenfolge fünfzehn Berichte heraus- 
o-eo-eben. In diesen Berichten sind zahlreiche Mittheilungen aus der Correspondenz des Vorstandes, 
') Ausser dem Abgänge des Professors K. Müllenhoff, welcher Kiel verliess, um einem ehrenvollen Kufe an die 
Berliner Universität zu folgen, hat die Gesellschaft den Tod eines anderen Vorstandsmitgliedes zu beklagen, des Universitäts 
zeichnenlehrers Maler Th. Rehbenilz. Er gehörte dem Vorstände seit dem Jahr 1848 an und hat denselben durch seine ausge 
breitete Kenntniss der mittelalterlichen wie der neueren Kunst oft zu hohem Danke verpflichtet; f in Kiel am 19. bebruar 1861. 
b Im Februar 1861 hat, aus Anlass auswärtiger Vorfrage und auf Ersuchen des Directors, der Herr Assistent am 
physikalischen Institut hieselbst, v. Fischer - Benzon, eine Wägung der im Museum vorhandenen Goldsachen mit dem 
neuen metrischen Gewicht vorgenommen. Danach betragen die goldenen Hinge an Gewicht: 
No. 1, Durchmesser 6" 4"' pariser Mnass 963, 3 Grammen, 
No. 2, Grösster Din. 2" 11"', kleinster Dm. 2" 3'"..... 96, 5 — 
No. 3, — — 3", — — 2" 4'" 62,25 —
	        
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