Full text: (Band VII.)

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Diensten stehen. Im Interesse der genaueren Kenntniss der thierischen Droguen beabsichtige ich 
das Brandt - Ratzburg’sche Kupferwerk für die Sammlung zu erwerben. Fortgehend auf die Com- 
pletirung der Sammlung mit allen Theilen des Arzneimittelschatzes bedacht, welche für den Arzt 
und Pharmaceuten von Interesse sind, bin ich nun im Begriff auch die von den wichtigeren Dro 
guen gebräuchlichen chemischen und pharmaceutischen Präparate anzuschaffen und habe bereits 
eine Auswahl vorzüglicher aetherischer Oele erhalten. Neuerdings habe ich auch aus dem Heidel 
berger Mineraliencomptoir eine Reihe von denjenigen Mineralien, die bei der fabrikmässigen Be 
reitung wichtiger mineralischer Arzneimittel in Betracht kommen, für die Sammlung bezogen. 
Der Inhalt der Sammlung kommt in den Vorlesungen über Pharmacognosie sowie über den an 
organischen und organischen Theil der pharmaceutischen Chemie zur wiederholten Anschauung der 
Studirenden, kann überdies, nach vorher mit mir genommener Rücksprache, zu geeigneter Zeit 
auch von Anderen in Augenschein genommen worden. 
Prof. Dr. Kirchner. 
11) Das philologische Seminar. 
Im So mm er semester 1860 betrug die Gesammtzahl der Theilnehmer 14. Von den ordent 
lichen Mitgliedern des vorigen Semesters verblieben nur Trede und Berblinger, neu ernannt wurden 
ausser dem bisherigen ausserordentlichen Mitglied Tagg nach bestandenem Examen Berch, Diedrichsen 
und Mau. Wiggers, der ebenfalls das Examen gut bestand, ward zum ausserordentlichen Mitglied 
ernannt. Den Interpretationsübungen lag Cicero’s Rede pro Sestio zum Grunde, indem da fort 
gefahren wurde, wo die Interpretation im Sommersemester 1859 stehen geblieben war. Ausserdem 
ward über 7 von den Studirenden gelieferte lateinische Abhandlungen disputirt. — Für das Winter 
semester 1860/61 verblieben von den ordentlichen Mitgliedern des vorigen Semesters Irede, Tagg, 
Berch, Diedrichsen und Mau, dazu kam als neu ernannt Scheer. Die Gesammtzahl der Theilnehmer 
betrug 12. Interpretirt wurde das erste Buch der Odyssee; die Interpretation wurde durch einen 
Vortrag eines ordentlichen Mitgliedes über den Stand der Kritik in Betreff der Odyssee einge 
leitet und durch einen ähnlichen über die wichtigsten kritischen Fragen in Betreff der ersten Bücher 
beschlossen. Disputirt ward über 8 lateinische Abhandlungen. 
Im März 1861 bestand das bisherige ordentliche Mitglied II. Trede aus Hohenwestädt das 
Examen für Schulamtscandidaten, wobei er das Prädicat geschickt erhielt. Demselben Examen 
unterzog sieb mit demselben günstigen Erfolge Dr. phil. Matthiessen aus Burg auf Fehmarn, früher 
ebenfalls Mitglied des Seminars. C. 
Im philologischen Seminar wurde im Sommersemester des Demosthenes Aristokraten; im 
Wintersemester Virgils Georgika B. 1. interpretirt. F. 
12) Die Münz- und Kunstsammlung. 
13) Das pädagogische Seminar. 
Die Lieblingen wurden mit den älteren Philologen fortgesetzt und folgende Themata in freien 
Vorträgen abgehandelt: Allgemeine Uebersieht der Geschichte des Wiederauflebens der Wissen- 
schäften mit besonderer Rücksicht auf die Verbreitung der griechischen und römischen Sprache. 
Leben und Wirken Guarino’s. Leben und Wirken Vittorino’s da Feltre. Leben und Wirken 
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