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I. Personalnachrichten.
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a) Anstellungen, Beförderungen und Ehrenbezeugungen.
b) Abberufungen. Todesfälle.
Der Lektor der französischen Sprache Herr Sclncob-Dolle folgte einem Rufe als Lehrer an dem
Gymnasium zu Gotha.
Am 9. August 1856 erlitt die Universität Kiel einen schweren Verlust durch den Tod des Etatsrath
t r °fessor Dr. Wilhelm Eduard Wilda.
Er war am 17. August 1800 zu Altona geboren. Seinen Vater, der Seligmann hiess und Chef eines
s dir angesehenen Handlungshauses war, verlor er schon im zweiten Lebensjahre. Die Mutter zog mit ihm
nac h Hamburg, wo sie sich zum zweiten Male verehlichte. Der Sohn, der dem Stiefvater in kindlicher
Liebe zugethan war, nahm später dessen Namen Wilda an. Schon frühe erwachte in ihm, der anfangs
zu m Kaufmannsstande bestimmt war, die Vorliebe zu gelehrten Studien, für die er von 1816 ab auf dem
^°hanneum zu Hamburg unter Gurlitt einen tüchtigen Grund legte. Er studirte sodann von dem Herbst
L^-l an in Göttingen und Heidelberg, wo er mit andauerndem Fleiss den Vorträgen von Hugo, Eichhorn,
Heeren, Routerweck, Thibaut, Zimmern, Mitlcrmaicr, Schlosser u. a. folgte. Nachdem er in Heidelberg am
*‘L März 1825 „examine summa cum laude superato“ promovirt (eine Dissertation ist damals nicht gedruckt
Wor zu Se inem Gildewesen sagt: „unter der Leitung und dem Beirath seiner hochverehrten Freunde, der Pro
fessoren Falck und Kolderup-Rosenvingc, einige Vorkenntnisse zum Studium der skandinavischen Rechte zu
Sa mrneln.“ Dieser Aufenthalt, die dort empfangene Anregung und die dort begonnenen eifrigen Studien
"ären für seine spätere wissenschaftliche Thätigkeit von der höchsten Bedeutung. Zwar kehrte er im Herbst
f8)(> zunächst nach Hamburg zurück, wo er Bürger ward und sich nach einer langem Reise durch Deutsch-
* an d, die Schweiz und Frankreich ein paar Jahre der Advokatur widmete, ohne jedoch seine gelehrten
Wbeiten aufzugeben. Von allen geistigen Regungen und Fragen der Gegenwart stets lebhaft ergrilTen,
St hrieb er damals anonym eine kleine Broschüre: „über das Johanneum und Gymnasium; Ansichten und
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ünsche“, die sich auch ausserhalb Hamburgs Beifall erwarb. Die Veranlassung zu seinem ersten bedeu-
tcn den wissenschaftlichen Werke wurde eine 1829 gestellte Preisaufgabe der Kopenhagener Gesellschaft der
Wissenschaften über die geschichtliche Erforschung des Gildewesens, zu deren Bearbeitung ihn Falck auf
forderte. Die gekrönte Preisschrift liess er später 1831 in Halle, erweitert unter dem Titel: „das Gilde-
"esen im Mittelalter“, drucken. Mittlerweile hatte er sich 1839 verheirathet und siedelte nun, um sich
SLIner ursprünglichen Neigung folgend ganz den gelehrten Arbeiten zu widmen, nach Halle über, wo er
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