Full text: Adreßbuch der Stadt Kiel und Vororte für das Jahr 1907 nebst Stadtplan. (1907)

II. Abt. V. 
Allgemeine Nachrichten. 
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n • T) .* Lieferant S M Schiffe. Abt. II; Malzgold. Beliebtestes Familiengetränk 
bermama-DraUerei Kiels. — Hoher Extrakt. Niedriger Alkohol. — Aerrtlich empfohlen. 
nehmecn gekauft werden. Hierher gehören auch 
Doppeltarifzähler jeder Größe. Die Preise für solche 
Zähler werden älljählich von der Kommission fest 
gestellt. 
Gebühren für Desinfettion. 
(Ordnung v. 21. Mürz 1901.) 
Für die Desinfektion von bewegt. Sachen und 
von Wohnrämnen, welche durch die stüdt. Desinf.- 
Anstalt ausgeführt werden, sind folgende Gebühren 
zu zahlen: 
I- für bewegt. Sachen einschl. d. Transports: 
a) für die mittels heißen Wasserdampfes des- 
infiz. Gegenstände pro 1 Zehntel cbm (im 
Apparat) 0,40 M.; mindest, jedoch 2 All 
b) für die mittels Chemikal. desinf. Sachen für 
Vi Stunde der verwendeten Zeit (einschl. der 
vcribr.Chemikcrl.) 0,20 M.; miNdest.jöd.0,80M. 
II. für Wohnräume: 
a) bei Anwendg. von Karbol für die Desinfekt, 
eines einzell/n. .Krankenraums 3 Mi., für jed. 
folg. Raum + 2 1. 
b) bei Anivendg. von Formaliu für jed. cbm 
des desinfiz. Raumes 0,10 M. mit Abrundg. 
nach oben auf volle Mark. 
Außerhalb der Stadt: Erhöhung um 50 % und Er 
stattung der Nebenkosten (z. B. Fuhrkosten). 
Tarif für die Benutzung des der Stadt Kiel 
gehörigen Güterschuppens A an der Bollhörn 
und der dort aufgestellten Kräne. 
Es ist zu zahlen: 
I. Aufnahmegeld 
von allen Gütern, die in den Schuppen aufgenom 
men werden, für 100 kg 4 Pf. 
II. Lagergeld 
für die Lagerung von Gütern im Schuppen für 
100 kg 3 Pf. 
Zusatz zu II. 
^ Lagergeld ist nicht zu entrichten für solche vom 
Schiff aus eingebrachten Güter, die nur bis pn 
Ablauf des auf die Entlöschung folgenden Werk 
tages und für solche vom Land aus eingöürachten 
Güter, die nur bis zum Ablauf des auf die Ein 
bringung folgenden Werktages gelagert werden. 
III. Krangeld 
für das Kranen von Giitern für 100 kg . . 4 Pf. 
IV. Ueber stundengebühr 
für die Benutzung des Schuppens und der Kräne 
außerhalb der gewöhnlichen Arbeitszeit, welche von 
der Hafenkammisiion durch Aushang im Schuppen 
bekannt gemacht^wird, für jede Stunde: 
1. für den Schuppenverwalter .... 75 Pf. 
2. für jeden Krapwärter . 55 „ 
3. für jeden Schuppenarbeiter .... 60 „ 
Zusätzliche Bestimmungen. 
1. Das für den Betrieb innevhalb des Schuppens 
und für den Betrieb der Kräne erforderliche Per 
sonal wird von der Stadt gestellt; für die im 
übrigen zur Belveguirg der Güter außerhalb des 
Schuppens erforderlichen Arbeitskräfte zu. sorgen, 
ist Sache der Benutzer des Schuppens und der 
Kräne. 
2. Bei Gütern, welche im Verkehr nicht nach Ge 
wicht, sondern nach Maß behandelt werden, sind 
6 Kubikfutz englisch gleich 100 kg zu rechnen. 
3. Angefangene Erhebungseinheiten werden für voll 
gerechnet. 
Ortsstatut über die Benutzung der städtischen 
MüllverbrennungSanstalt 
vom 10. Juli 1906. 
8 1. 
Die Benutzer der stöbt. Müllvcrbrennungsanstalt 
haben den Müll in ein oder mehrere Gefäße zu schür 
ten. Die Gefäße werden von der Stadt gestellt. 
Sie sind, soweit irgend möglich, im Keller oder auf 
dem Hofe auszustellen und stnd nur so voll zu schüt 
ten, daß sich der Deckel ordnungsmäßig schließen läßt. 
Wöchentlich ein- bis sechsmal werde» die Gefäße 
an Wochentagen, die der technische Leiter der An 
stalt bestimmt, in der Zeit von öVs Uhr morgens bis 
7 Uhr abends abgefahren und durch neue ersetzt. 
Wenn der Arbeiter, der die Auswechselung vor 
nehmen will, hierzu wegen Verschlossenseins der 
Haustür oder aus einem Grunde, den der Benutzer 
zu vertreten hat, außerstande ist, so braucht er die 
Auswechselung erst am näcksiten Wechscltagc wieder 
zu versuchen. 
Die abgefahrenen Gefäße werden in der Anstalt 
gereinigt, ihr Inhalt, wird verbrannt. 
8 2. 
Die Stadt stellt die Gefäße erst zur Verfiignng, 
nachdem der Besteller einen Bestellschein unterschrie- 
bcn hat. 
Es ist zulässig, das; mehrere Personen einen 
Bestellschein unterschreiben und die Anstalt auf 
Grund einer einheitlichan. Bestellung benutzen. 
8 3. 
Die Abbestellung sämtlicher Gefäße erfolgt unter 
Einhaltung einer einwöchentlichen Frist schriftlich; 
sic kann auch in dem Bureau der Slraßenreinignngö- 
anstall mündlich erklärt werden. Die Abbestellung 
mittels Fernsprechers ist ausgeschlossen. 
Die Bestellung einer Aenderung in der Zahl der 
wöchentlichen Auswechselungen oder der auszuwech 
selnden Gefäße geschieht durch Ausstellung eines 
neuen Bestellscheines. 
8 4. 
Wenn ein Benutzer der Anstalt in einem einzelnen 
Fall mehr Gefäße braucht, als ihn« regelmäßig ge 
stellt werden, so werden ihm für diesen mehr Gefäße 
geliefert. 8 2 Abs. 1 findet hier keine Anwendung. 
Die Bestellung ist spätestens an dem Tage vor der 
Lieferung der Gefäße schriftlich oder in 'dem Bureau 
der Stratzenreinigungscmstali mündlich zu erklären. 
Die Bestellung mittels Fernsprechers ist unzulässig. 
8 5. 
Die Gestellung von Gesäßen und die Abfuhr des 
Mülls erfolgt nicht bei Häusern die in großer Ent 
fernung von den bebauten Teilen der smadt liegen 
oder in denen die Gefäße einen solchen Ausstellnngü- 
ort erhalten, daß die Auswechselung mit autzkror- 
dentlichon Schtvierigkeiten verbunden ist. 
Der technische Leiter der Anstalt kann Ausnahmen 
zulassen, wenn dringende'Gründe vorliegen. 
’ — — § ö. 
In der Anstalt wird auch Müll verbrannt, den 
dort andere als die Stadt ansahrcn, sofern nicht die 
Anfuhr gewerbsmäßig betrieben wird. 
8 7. 
Als Müll gelten nicht Schlamm und Bauschutt.
	        

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