Full text: Adreßbuch der Stadt Kiel und Vororte für das Jahr 1907 nebst Stadtplan. (1907)

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Allgemeine Nachrichten. 
II. Abt. V. 
2. für das Grabmachen bei Erbbegräb 
nissen oder Aschenurnen: 
Klasse A: für Kinder unter fünf 
Jahren M. 12 
im Übrigen .... „24 
3. für das Grabmachen in Reihen- 
gräbern: 
a) für Erwachsene 8 
b) für Kinder im Mter von sechs 
Wachen bis 16 Jahren . „ 4 
c) für Mn der unter sechs Wachen 
und Totgeborene 2 
4. für -das Grabmachen in Armen 
gräbern und bei Anatomieleichen gel 
ten die gleichen Sätze wie zu 3. 
5. bei Ausgrabungen von Leichen das 
Doppelte der für das Grabmachcn 
bestiimnlcn Gebühren, außerdem bei 
Uebersiihrung in eine neu erworbene 
Grabstätte eine besondere Gebühr 
von: 
a) bei Erwachsenen M. 50 
b) bei Kindern „25 
In der Gebühr für das Grabmkchen sind die 
Dienstleistungen bei der Einfenkung und die Grab- 
zufchüttungen nebst Errichtung eines Erdihügels ans 
dem Grabe mit enthalten. 
§ 8. Ferner werden erhoben: 
1. für die Benutzung eines Leichen 
zimmers für den Tag M. 1 
2. für die feierliche Ausstellung des Sar 
ges in der Kapelle mit Decke, Be 
leuchtung usw „ 5 
Falls eine Decke nicht gewünscht wird, wird ein 
fache Beleuchtung mit den vorhandenen Lichtern un 
entgeltlich gewährt. 
8 4. Andere als die vorbestimmten Gebühren 
dürfen nicht entgegengenommen werden. 
Alle Gebühren sind an die Kirchenkasse zu 
Zahlen. 
Auszug aus der Stolgebührentare 
für die Kieler evang.-luth. Kirchengemeinde vom 21. 9.1901. 
Es werden für die Kirchenkasse erhoben: 
1. bei Taufen: 
a) Kircheniausen am Sonntage zu der für diese Taufen fest 
gesetzten Zeit 
b) für sonstige Kirchentaufen 
c) „ Haustausen ' 
|d) „ Nottaufen nichts 
(Für Taufen von Zwillingen wird nur die einfache 
Gebühr erhoben.) 
2. Bei Tiauungen: 
a) Trauungen in der Kirche am Sonntage zu der für diese 
Trauungen festgesetzten Zeit 
b) für sonstige Trauungen in der Kirche 
daneben für Orgelspiel, wenn solches verlangt wird . . . 
e) für Trauungen im Hause in Krankheitsfällen 
d) für Trauungen im Hause 
3. Bei Beerdigungen: 
|£j a) für Leichenreden 
b) für Läuten der Kircheuglvcken, wenn solches verlangt wird, 
für jede angefangene Stunde 
Außerdem ist der Arbeitslohn für die St. Nikolaikirche 
mit M. 14,60, für die anderen Kirchen mit M. 7,80 
an die Läutenden zu zahlen. 
4. für den Konfirinationsunlerricht 
5. für Auszüge aus den Kirchenbüchern 
sowie in den Fällen, in welchen dies bisher zulässig war . . 
lim die Holie des steuerpflichtigen Ein komme ns, e rsehe n zu 
das Peranlagungsfchreiven für das Steuerja-Hr oder die zuletzt 
II. 
Klaffe 
III. I IV. 
V. 
VI. 
Maximalgrenze des steuei pflichtigen 
Einkommens 
Mi. 
Mi. 
M,. 
Mi. 
Mi. 
M,. 
über 
1200 
2400 
3600 
6000 
8500 
8500 
2 
5 
10 
15 
20 
30 
2 
5 
8 
12 
16 
20 
5 
10 
15 
20 
30 
30 
4,50 
4,50 
4,50 
4,50 
4,50 
4,50 
5 
10 
15 
20 
30 
45 
10 
15 
20 
30 
45 
60 
- 
3 
6 
12 
20 
30 
15 
15 
15 
15 
15 
15 
3 
6 
12 
20 
30 
1,50 
1,50 
1,50 
1,50 
1,50 
1,50 
0,60 
0,60 
0,60 
0,60 
■0,60 
0,60 
könncrr, ist bei Einzahlung vo-n Gebühren 
empfangene Steuerquittung vorzulegen. 
Gültig vom 1. April 1907 ab. 
Bestimmunge» über die Entrichtung des Schul 
geldes für den Besuch .der städtischen Schule» 
in Kiel. 
§ i. 
Die hiesigen städtischen 'Schulen sind eingeteilt in 
solche, für 'deren Besuch ein Schulgeld zu entrichten 
ist und in solche, deren Besuch unentgeltlich ist. 
Zu ersteren gehören: 
A. D i e höheren S ch ul e n: 
1. Das Reform-Realgymnasium, 
2. Die Oberrealfchulen, 
3. Die höheren Mädchenschulen. 
B. Sie Mittels ch u len: 
1. Die Städtische Mädchenschule, 
2. Die Kuaben-Mittelischulen, 
3. Die Mädchen-Mittelschulen. 
Zu letzteren gehören: 
1. Die Knaben-Wolksschulen, 
2. Die Mädchen-Wolfs, chulen, 
3. Die städtische Hilfsschule. 
Germauia-Brauerei 
Lieferant 8. M Schiffe Abt. I: Aus feinstem Hopfen und Malz her 
gestellte helle und dunkle Lagerbiere, Cabinetbräu, Exportbier.
	        

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