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Potus in den Seitenlinien 12 mal. Die wirklichen Zahlen werden natür
lich viel höher sein.
Nach Griesinger (48) giebt es für das Delirium kein Prädilec-
tionsalter; da aber Jahre langer Alkoholmissbrauch Vorbedingung ist,
so ergiebt sich daraus von selbst, dass das jugendliche Alter verhält-
nissmässig davon verschont bleiben wird. Wenn auch vereinzelte Fälle
von Delirium bei Kindern mitgetheilt sind, so sind doch vor dem
20. Jahr Erkrankungen selten. Die Mehrzahl der Erkrankungen fällt
in das kräftige Mannesalter (Cramer). Das Maximum liegt nach Bon-
lioeffer, Friedrich, Didjurgeit zwischen 35.—40. Jahre, zwischen
dem 30.—50. nach Jacobson (77 pCt.), Hasche-Klünder, Siemer-
ling(122) (65,6 pCt.), nach Krukenberg zwischen 30.—40. und nach
Aschaffenburg zwischen 41.—45. Lebensjahr. Nach Siemerling
unter 20 und über 70 Jahre 0,4 pCt. Didjurgeit vevfügt über 3 Fälle
von 16—20 und 4 von 75—80 Jahren.
Hier in Kiel findet sich die höchste Erkrankungszahl im Alter von
31—45 Jahren (142 Fälle = 67,6 pCt.). Die meisten zwischen 41. bis
45. Jahre (65 Fälle = 22,89 pCt.), vor dem 30. Jahre 21 (7,39 pCt.),
der jüngste, ein lyjähriger Biersieder, der angeblich 4 Liter Bier und
wenig Schnaps täglich trank. Von 46—50 Jahren finden wir nur noch
33 (11,62 pCt.), über 60 Jahre 10 Fälle (3,52 pCt.), der älteste war
71 Jahre.
ledig verheir. verw r . gesell, unb.
in Procenten
Nach Siemerling . . . 22,7 43,6 3,8 1,1 29,3
(Alkoliolisten)
Didjurgeit M 27,3 65,8 5,7 1,2 —
(Deliranten) F 39,3 25,0 35,7
Kiel 20,77 68,66 3,17 7,39 —
(Deliranten).
Bemerkenswerth ist die verhältnissmässig hohe Zahl der Geschie
denen bezw. Getrenntlebenden in Kiel, sowie der hohe Procentsatz der
Verheiratheten. Näcke glaubt, die verheiratheten Männer seien in so
überwiegender Zahl vertreten wegen der durch die Heirath vermehrten
Sorgen. Viel eher würde man aber dann doch bei den Junggesellen
höhere Zahlen erwarten, da diese wegen der mangelnden Häuslichkeit
auf die Kneipe mehr angewiesen sind, gerade bei den Frauen Didjur-
geit’s zeigt sich ja auch bei den des Familienlebens wohl mehr oder
weniger entbehrenden Ledigen und verwittweten Frauen ein erheblicher
Procentsatz.
Am natürlichsten und naheliegensten scheint mir die Erklärung,

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