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anderen Aale und Schleien. Manchmal wird auch die stark zerbissene
und geschwollene Zunge als etwas Fremdes empfunden, als Bonbon oder
Tabak. Ein Patient hielt seine Füsse im Bad für junge Ferkel und
bemühte sich, sie aus dem Wasser zu werfen. Das Geräusch in der
Heisswasserheizung wird auf eine Schlägerei bezogen, aus einem Stimm
gabelton hörte ein Kranker die leisen Worte: „Komm nach Hause“.
In einer grossen Zahl der Fälle sind nun die verschiedenen Arten
von Hallucinationen und Illusionen miteinander combinirt und erreichen
eine ganz ausserordentliche Deutlichkeit und Plastik, wobei häufig die
eine Sinnestäuschung andere im Gefolge hat. Der Kranke sieht ein
Geldstück, er nimmt es fort und steckt es ein oder er sieht Militär und
hört dann auch die Militärmusik, er wickelt Fäden auf und wundert
sich, dass die Leine kein Ende nimmt oder er sitzt im Bett und glaubt
auf seinem Wagen zu sein, er kutschiert, sagt, die Beine der Pferde
hätten sich in’s Geschirr verwickelt oder man schiesst auf ihn, er hört
es knallen, fühlt wie er getroffen wird; er will an einem Fass Bier
zapfen, kann den Hahn nicht aufdrehen. Es kommt schliesslich wieder
zu ganzen Erlebnissen, die meist für den Kranken recht widerlich sind
bei denen er nicht, wie bei den reinen Visionen nur als Unbetheiligter
zugegen ist. So musste ein Kranker in einer Vorstellung mitspielen,
er musste ein Schwein machen, die anderen Mitglieder zogen sich Felle
über den Kopf, Patient wurde dann festgebunden, musste stramm stehen
bis ihm der Schweiss vom Körper herunterlief und wurde mit Sand
beworfen. Ein anderer wurde Nachts im Hemd auf die Torpedowerk
statt gefahren und dort beim Versuchsschiessen als Torpedo benutzt, er
musste sich ganz steif dazu machen, es war äusserst anstrengend, so
dass er in Schweiss gebadet war. Ein Dritter wurde in die „Köpf
anstalt“ gebracht, dort schossen Herren auf ihn, er musste hin und
her laufen und von einem Tisch gefüllte Schnapsgläser leeren. Zum
Schluss wurde ihm ein Brett mit langen Nägeln auf das Gesäss ge
nagelt.
Wenn nun auch, wie schon oben erwähnt, nicht als zutreffend be
zeichnet werden kann, dass die meisten Hallucinationen nur in den Kran
ken hineingefragt werden, so ist doch richtig, dass gerade Deliranten
äusserst suggestibel sind und es in sehr vielen Fällen gelingt, Hal
lucinationen zu erzeugen, und zwar zuweilen auch schon zuZeiten,
wo solche spontan noch nicht auftreten. Es sind verschiedene Methoden
angegeben, um künstlich solche Hallucination hervorzurufen. Besonders
von Liepmann(80) wird anempfohlen, einen leichten Druck auf die
Bulbi auszuüben. Derselbe hat auf diese Art ausgedehnte Versuche
gemacht, und es gelingt damit thatsächlich oft, Visionen hervorzurufen.

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