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Wand einen Mann, der ihr mit Säbel und Revolver drohte, aber kein
Wort sprach, dann kam er aus der Waud und legte sich auf das Bett
der Patientin. Dann machte er sich Hörner wie ein Teufel, sprach leise
vor sich hin, man konnte es jedoch nicht hören, dann zauberte er einen
Baum, der auf Patientin losging. Darauf rauchte der Mann eine Ciga
rette, aus dem Rauch wurden lauter kleine Sträucher. Der Mann drohte
noch immer mit dem Säbel und schoss aus dem Revolver Wassertropfen,
dann machte er ihr durch Zeichen verständlich, sie solle von den Sträu-
chern pflücken, dieselben wichen aber immer aus. Danach öffnete
sich die Wand und sie sah in einem grossen Raum 20 Herren und
20 Damen in grosser Toilette und einen Pastor in weissem Kleid, der
4 Kinder taufte und 2 Paare traute, die Leute sprachen in ihrer eigenen
Sprache, Patientin konnte aber nichts hören. Sie boten ihr Wein an,
wenn sie Zugriff, zogen sie das Glas wieder zurück, nachher verwandel
ten sich alle in Katzen.
Hier mischen sich in die Visionen schon unangenehme, zum Theil
bedrohliche Szenen ein, vielfach tragen sie durchweg diesen Charakter,
Ein Kranker sah eine Menge Leute in Theatercostümen, die umherflogen
und Messer und Schlangen in der Hand hatten und ihn angreifen woll
ten. Wenn er zupackte, war nichts da, so dass er annahm, es seien
Geister, sie schossen mit „Rauch- und Dampfpulver“ ohne zu treffen,
der Oberteufel hatte ein weisses Gewand, überall waren Teufel, die ihn
bedrohten, in der Ecke lag eine Leiche. Er betete fortwährend und
bekx-euzigte sich, um die Geister fernzuhalten.
Dass Visionen, in denen Gott, Engel, Teufel, mystische Personen
im Vordergründe stehen, mit Vorliebe sich bei Epileptikern finden, wird
manchmal behauptet, jedoch kommen sie ebenso wohl bei Deliranten
vor, bei denen von Epilepsie nicht das Geringste zu eruiren ist, wie im
erwähnten Falle.
Die Kranken sehen die Gegenstände meist in natürlicher Grösse,
wenn sie auch öfters von besonders kleinen oder grossen Erscheinungen
berichten, ebenso sind es durchaus nicht immer „die schwarzen Männer“,
sondern vielfach wird alles in natürlichen Farben gesehen.
Nächst den Gesichtstäuschungen werden im Delirium ausserordent
lich häufig tactile Hallucinationen beobachtet. Die Kranken fühlen,
wie ihnen Ungeziefer über den Leib läuft, sie werden nass gespritzt,
mit Nadeln gestochen oder Zangen gezwickt, mit Salz und Pfeffer auf
den Kopf, mit Erbsen, Kaffee, Zucker beworfen, sie fühlen einen Hauch,
werden angespuckt, sie haben Spinnen, Tabak oder Sand im Munde,
Geld, Gelatine, Mehl in der Hand, Fäden im Schnurrbart, werden elek-
trisirt, gebissen, am Fuss gezogen, der Kopf ist wund, rund herum

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