I. Analyse.
Im Prologe richtet der Dichter an die Zuschauer die Mah
nung, ihrer Ungeduld Zügel anzulegen. Zwar hätten die griechischen
Dichter die Gewohnheit gehabt, die ganze Handlung eines Stückes
schon im Prolog zu erzählen, dadurch aber der Wirkung des
Stückes Eintrag getan. Die modernen Dichter hielten es damit
anders. Sodann gibt der Verfasser die Erklärung ab, daß er ab
sichtlich einen Titel gewählt habe, der den Inhalt der Farce
schwerlich ahnen lasse.
Akt I.
1. Szene. Gemäß dem Aufträge, den Emilie durch ihren
Bruder, einen Offizier der Garnison Plymouth, erhalten hat, ver
sichert sie die als Hauptmann verkleidete Mademoiselle Florival
ihres Schutzes und ihrer Unterstützung. Dies^ ist unter dem
Drucke ihres Vaters, eines französischen Arztes auf der Insel
Belleisle, der sie zu einer ihr verhaßten Ehe zwingen wollte, nach
Plymouth geflüchtet, um hier ihren Geliebten aufzusuchen. Es
ist dies ein verwundeter englischer Offizier, den ihr Vater nach
der Kapitulation von Belleisle *) behandelt hatte. Schmerzlich hat
’) Anspielung auf ganz aktuelle Zeitverhältnisse, nämlich auf den Krieg
zwischen Frankreich und England von 1755 bis 1763. Nachdem die Eng
länder unter Hawke am 20. November 1759 zwischen der großen und wich
tigen, an der Südküste der Bretagne gelegenen Insel Belle-Isle und der
südlich davon befindlichen Halbinsel Quiberon der französischen Flotte eine
Niederlage beigebracht, griffen sie Belle-Isle unter Admiral Keppel sowie
den Generalen Hodgson und Lambert mit 21000 Mann im April 1761 an
und zwangen die Franzosen, nach tapferer Gegenwehr, am 7. Juni zur
Kapitulation. Im Frieden von Paris (1763) kam sie wieder an Frankreich.

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