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4. Als dieser nun zu ihnen tritt, überbieten sie sich, ihm alle
möglichen Gefälligkeiten und Dienste anzutragen, nun sie die
Gewißheit haben, daß er wieder bei Gelde ist. Ihre Einladungen
lehnt er ab, da er jetzt wichtigere Dinge zu erledigen habe. Ihr
freundliches Benehmen erschüttert jedoch die schlechte Meinung,
die er von ihnen gewonnen hatte und er schreibt seinen ver
meintlichen Irrtum der Erregtheit zu, die ihm anläßlich der Ge
schäftsstockung alles im falschen Lichte habe erscheinen lassen.
5. Als aber ein gewisser Cash ihn bittet, ihm einige Wechsel
zu diskontieren, will er davon nichts wissen, wodurch er allerdings
dessen Unmut erregt.
6. Unmittelbar darauf richtet Hazard an ihn die Bitte, seine
Unterschrift unter eine Versicherungspolice zu setzen. Beverley
läßt sich auch hierauf nicht ein, da ihm dies zu riskant erscheint.
Bitter empfindet er das unverschämte Verhalten Hazards, das
dieser während der Unterredung an den Tag legt.
Szenenwechsel.
7. Denier bewirbt sich um die Hand der Lydia. Um so
fester ist seine Zuversicht, sie zu gewinnen, als er durch den
stetigen Verkehr (sie war seit einiger Zeit nämlich bei seiner
Familie untergebracht) ein größeres Anrecht auf ihr Herz als
irgend ein anderer erworben zu haben vermeint. Sein schmeichle
risches Liebeswerben findet jedoch kein Gehör bei ihr und mit
Entschiedenheit gibt sie ihm zu verstehen, daß sie keinen Eingriff
in ihre persönliche Freiheit dulde, von welcher Seite er auch er
folge. Empört weist sie ihn gründlich zurecht wegen seiner An
spielung auf Beverleys Armut, die nach seiner Auffassung eine
Werbung desselben nahezu ausschließe.
8. Der folgende Monolog Deniers trägt einige charakteristische
Züge zu seinem Bilde bei. Das Entstehen der Neigung Lydias
zu Beverley bringt er in Zusammenhang mit dem radikalen Um
schlag in dessen finanziellen Verhältnissen, über die ihm Lydia
Mitteilungen gemacht hat.
Treffend deutet der Dichter damit die Macht der ihn be
herrschenden Geldgier an. — Trotz des Fiaskos, das er soeben
mit seinem Antrag gemacht hat, ist er schon wieder mit einem
neuen Plane bei der Hand. Er hat nämlich vor, Beverley glauben
zu machen, daß er lediglich aus Freundschalt und Achtung vor
ihm der Liebe zu Lydia entsagt hätte; so hofft er sich immer

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