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messe, die Lydia zugefallen ist und die Fable verwaltet. Um so
tiefere Niedergeschlagenheit ergreift ihn, da er glaubt, daß dadurch
die Möglichkeit einer Verbindung mit Lydia, zu der er sich un
widerstehlich hingezogen fühlt, sehr erschüttert wird. Wie über
mächtig muß da in ihm der Schmerz wühlen, als sein bester
Freund den Plan enthüllt um Lydias Hand anhalten zu wollen!
Meisterhaft hat Denier es verstanden, unter der heuchlerischen
Maske der Uneigennützigkeit Beverley seiner hingehendsten
Freundschaft zu versichern, um seinem eigenen Ziel näher zu
kommen.
Die Heirat mit Lydia ist für ihn nur Mittel zu dem Zweck,
deren Erbschaft an sich zu reißen. So aufrichtige Zuneigung
Beverley auch an Lydia fesselt, mit achtunggebietender Ent
schlossenheit kämpft er die Regungen der Liebe nieder und ent
sagt dem erhofften Glück um seines Freundes willen.
Der letzte Schlag hat geradezu niederschmetternd auf ihn
gewirkt; erst jetzt ermißt er die völlige Tragweite des Verlustes,
der ihn betroffen hat. —
6. Auch Mrs. Golding treibt das Gerücht von dem bedenk
lichen Zustande der Bank und vornehmlich von dem eigenartigen
Benehmen Fables zu Beverley; sie kann sich noch garnicht mit
dem Gedanken vertraut machen, daß die Verhältnisse so schlimm
liegen. Der Hinweis Beverleys auf den Ernst der Lage und auf die
Berechtigung des Vorgehens Fables kommt ihr höchst ungelegen,
denn unter diesen Umständen muß sie ja die Einladungen für
die nächsten drei Monate schlechterdings aufgeben! Ihre ganze
Zuversicht ruht auf dem Beistände ihrer mannichfachen Be
kannten, die Beverley schon ein einträgliches Amt verschaffen
werden. Dieser indessen vertraut nur seiner eignen Kraft, seit
dem der Abfall seiner Freunde ihm die Augen geöffnet und ihn
von allen Vorurteilen befreit hat.
7. Die Schlußszene des zweiten Aktes ist ein rührender
Dialog zwischen dem vom Mißgeschick scheinbar heimgesuchten
Beverley und der vom Glück reich bedachten Lydia. Beverley
bricht das Schweigen mit der Erklärung, daß er sich ihres Mit
gefühls nicht für wert halte und daß er sein früheres Verhalten
ihr gegenüber tief bereue. Sein Schmerz findet seinen vollen
Ausdruck in^dem Geständnis seiner Liebe, da er die ihrige ver
wirkt zu haben glaubt. Lydia erweist sich mit vornehmen Zart-

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