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den sein heftiges Klingeln unliebsam aus der Ruhe aufscheucht.
Schlaftrunken eilt er zu ihm und erhält zu seiner Verwunderung
den Auftrag, das Frühstück zu bringen. Inzwischen sieht Beverley
die eingelaufenen Briefe durch.
2. Da erscheint Fable, um ihm zögernd zu eröffnen, daß
das Bankhaus die Zahlungen habe einstellen müssen und daß der
Kredit der Firma gefährdet sei. Durch Beibringung von Beweis
material sucht er seine Behauptungen zu erhärten. Doch ver
spricht er ihm, alle Anstrengungen zu machen, um ihn aus der
Klemme zu ziehen, falls Beverley ihn als einzigen Bevollmächtigten
und Gläubiger anerkenne. Fahles weitere Forderungen, die Villa,
die Pferde und Hunde und dergleichen Luxus zu verkaufen, stossen
zunächst auf Widerspruch. Doch bleibt seinem Herrn schließlich
kein anderer Ausweg, als sich diesen Bedingungen zu fügen.
3. Beverley kann es garnicht begreifen, daß die geschäftlichen
Verhältnisse so darnieder liegen sollen, wie Fable sie hinstellt.
Bestürzung und Ratlosigkeit ergreifen ihn. Seine Erregtheit steigert
sich, als er von der Treulosigkeit seiner Mätresse vernimmt, die
ihm nicht mehr zur Last fallen will, wie es in einem Briefe an
ihn J ) ironisch lautet. Sein Groll gegen die Undankbare, die ihn
im Elend sitzen lässt, hat sich noch nicht gelegt, 4. als einige
vornehme Bekannte sich bei ihm einstellen. Sie wünschen Auf
klärung über die Gerüchte, die über den Niedergang des Bank
hauses in der Stadt in Umlauf sind. Statt mit Rat und Tat Bever
ley beizuspringen, schlagen sie den Ton des Bedauerns * 2 ) an,
auf die gewohnten Lustbarkeiten Verzicht leisten zu müssen.
Unter boshaften und hämischen Bemerkungen verabschieden sie
sich von ihm, während einer, ein gewisser Scanty, noch bleibt,
doch nur, um ihn angelegentlichst an seine Billardschulden zu
erinnern. Tiefe Entrüstung über die schnöde Gesinnung der an
geblichen Freunde erfüllt sein Inneres und nur auf Deniers Unter
stützung vertraut er noch in seiner Not.
5. Von seinem Busenfreunde, der wiederum geflissentlichst
seinen Diensteifer herauskehrt, erfährt er von der großen Ri
') cf. Marmontels „Ecole des Peres“, p. 136, die schriftliche Absage
der Mätresse, die Timante nicht mehr brauchen kann.
2 ) Die Szene, die recht scharf das herzlose Empfinden und Gebahren
der Freunde Beverleys zeichnet, beruht in ihrem Detail auf Marmontels
„ficole des Peres“, p. 135,6.

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