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Menschenkenntnis birgt, beruht teilweise auf Hogarth’s „Mariage
ä la Mode“. * 2 ) An der Verfasserschaft der mit Begeisterung auf
genommenen Sittenkomödie hat der berühmte Schauspieler
Garrick 2 ) einen gewissen Anteil, der sich aber wohl auf die Figur
des Lord Ogleby beschränken dürfte. Mit diesem ungemein
bühnenwirksamen Drama, welches den bekannten Schauspieler
King auf den Gipfel seines Ruhmes führte, ist der Bruch 3 ) in
den Freundschaftsbeziehungen zwischen Garrick und Colman ver
knüpft. Er trat ein, weil jener sich weigerte, die ihm von Col
man zugewiesene Rolle des Lord Ogleby zu übernehmen. 4 5 6 ) Be
geisterte Anerkennung von seiten der Gelehrtenwelt trug dem
Dichter seine getreue Uebersetzung B ) des Terenz in Blankverse °)
ein, die seine ungewöhnlichen Fähigkeiten deutlich zu Tage treten
ließ. Mit dem gleichen, bewundernswerten Vermögen der An
passung an sein Vorbild verfuhr er bei der Uebertragung 7 ) der
„Ars Poetica“ des Horaz (1783), die er überdies mit einem Kom
mentar versah.
') cf. Das Advertisement zu „Clandestine Marriage“ in The Dramatic
Works of George Colman, I, 152.
2 ) Knight in „D. Garrick“ glaubt Colman den Hauptanteil an der
„Clandestine Marriage“ einräumen zu dürfen. — Prolog und Epilog stammen
unbestreitbar von Garrick.
cf. ibid. p. 227,8. Vgl. auch
Murphy, II, 27; ferner
Peake, I, p. 158—73, wo Colman the Younger Argumente beibringt,
die für die Verfasserschaft seines Vaters sprechen.
3 ) The Private Correspondence of David Garrick, vol. I, X.
4 ) cf. die Widmung Thorntons in „The Comedies of Plautus“, wo er
der bahnbrechenden Tätigkeit Colmans auf dem Gebiete der Übersetzungs
kunst gedenkt: „I wanted you as a comes jucundus, an agreeable compa-
nion in this new unbeaten track of translation which you have so happily
Struck out before me.“ —
cf. ibid. Preface (VII). XVII, XIX.
5 ) George Colman, „The Comedies of Tereme“. London 1765.
cf. seine eigne Äußerung in Preface XXXIV: „In a word if this Version
shall be allowed to have any merit, it is entirely owing to the strict ad-
herence to the original.“
6 ) Vgl. gleich zu Beginn der „Preface“ seine Rechtfertigung des Blank
verses durch Berufung auf Shakespeare, Jonson und Fletcher.
7 ) Davies, „Dramatic Miscellanies“, vol. III. p. 91 (London 1784):
„his happy translation of Horace’s Art of Poetry.“

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