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Lustspiel „The Jealous Wife“ (1761), *) einem Meisterstück in
seiner Art, das beim Publikum sogleich Anklang fand und sich
auch weiterhin auf dem Repertoire behauptete. Daß es sich über
den Durchschnitt erhob, bekundet die Übertragung ins Deutsche
durch J. C. Bode, *) den Freund Lessings, sowie auch die Auf
führung derselben auf dem Ackermannschen Theater in Hamburg.
Im Dezember 1762 verfaßte er die Farce „The Musical Lady“. * 2 3 )
in der er seine Spötteleien an denen ausließ, die sich auf ihre
angeblichen musikalischen Fähigkeiten etwas zu gute tun. Die
nächstfolgende anmutige Farce 4 ) „The Deuce is in him“, der zwei
Erzählungen Marmontels zu Grunde liegen, fand beifällige Auf
nahme im Drury Lane-Theater (1763). Eine Spanne von fünf
Jahren trennt Colmans erstes wahrhaft bedeutendes Stück „The
Jealous Wife“ von dem, welches seinem Namen einen dauernden
Ruhmestitel sicherte, nämlich „The Clandestine Marriage“ (1766) 5 )
Das Stück, welches einen erheblichen Teil seiner Welt- und
■) Eingehende Behandlung des „Jealous Wife“ und der Quellen
bei Waldschmidt, Die Dramatisierungen von Fielding’s Tom Jones, Rostock.
Diss. 1906.
cf. Birkbeck Hill, Johnson’s Lives of the English poets. vol. III. p. 427.
cf. Das Urteil Dr. Johnson’s, der die feine drastische Dichtung etwas
zu gering bewertet. (Birkbeck Hill, Boswell’s Life of Johnson, vol. I.
p. 364).
cf. Die humorvolle Bemerkung Colmans des Jüngeren (Random Re
cords. vol. II. p. 299): — „and lest my Father’s memory may be injüred by
mistakes; and in the confusion of after times the Translator of Terence,
and the Author of the Jealous Wife should be supposed guilty of the Iron
Chest. — I shall were I to reach the patriarchal longevity of Methusalah,
continue (in all my dramatic publications) to subscribe myself. George
Colman, The Younger.“
2 ) Bode: Die eifersüchtige Ehefrau. Hamburg 1764.
3 ) Murphy a. a. O., I. p. 368, 9.
4 ) The Private Correspondence of David Garrick, vol. I, X: „Mr.
Colman this season (1764) produced the most populär of his farces „The
Deuce is in him“; it greatly aided the attraction of Powell.“,
5 ) Gosse, A History of Eighteenth Century Literature, p. 318: „The
Clandestine Marriage is really a far bitter and lively comedy than the „Good-
Natured Man“, and much more worthy to precede „She stoops to conquer“.
— ferner
ibid: „Clandestine Marriage, a play now wholly neglected, but worthy
of revival as much on the stage as in the study“. Vgl. auch darüber The
Dramatic Censor. London 1770, vol. I. p. 239—55; vol. II. p. 472.

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