294 K. Simon, Beiträge zur Kenntnis der Mineralfarben.
machte den Eindruck, als ob die Bestrahlung von einer Basis
fläche aus schneller zum Resultat führte wie bei der Ex
position auf einer Prismenfläche. Die schließlich erzeugte
Pigmentierung ist intensiver wie die Farbe vor dem Glühen,
außerdem ist sie lichtbeständig.
Ein in Wasserstoff erhitzter Kristall (No. 2) zeigte eben
falls kurz nach der Exposition starke Phosphoreszenz und
nach 3 Tagen intensive orangebräunliche Färbung. Die In
tensität war auch in diesem Falle stärker wie vor dem Glühen.
Zum Vergleiche wurde nun noch ein nicht geglühter
gelblichbrauner Topas bestrahlt. Auch bei ihm wurde die
Farbe ein wenig dunkler, allerdings nicht so stark wie bei
geglühten Kristallen.
Ergebnis der Untersuchung.
Die Änderung, welche die Farbe der untersuchten Mine
ralien bei höherer Temperatur erleidet, ist unabhängig von
dem Gas, in dem die Mineralien erhitzt werden.
Die Temperatur, bei der die Entfärbung eintritt, ist
bei derselben Substanz von der Größe der Kristalle oder
Bruchstücke abhängig und nähert sich unter sonst gleichen
Bedingungen um so mehr einem Minimum, je kleiner die
Stücke sind.
Geringe Spuren in der Hitze flüchtiger Einschlüsse waren
oft vorhanden, eine Beziehung dieser zur Färbung war nicht
nachweisbar.
Bei hoher Temperatur entfärbte Mineralien nehmen durch
Radiumbestrahlung wieder Farbe an; die Farbe ist der,
welche das Mineral ursprünglich zeigte, ähnlich. Zirkon wird
wieder braun, Amethyst violett, Rauchquarz braun, roter
Turmalin wird wieder rot, rosa Topas orangerot.
Es ist wahrscheinlich, daß anorganische Substanz, welche
nicht diq des Minerals zu sein scheint, die Färbung hervor
ruft. Der Zustand, in dem sich diese färbende Substanz be
findet, wird durch hohe Temperatur in der Weise verändert,
daß sich das Färb vermögen verliert. Durch Radiumstrahlen,
in manchen Fällen auch durch Sonnenlicht wird der ursprüng
liche Zustand wieder hergestellt, und das Mineral nimmt
seine ursprüngliche Farbe wieder an.

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