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K. Simon, Beiträge zur Kenntnis der Mineralfarben.
Zerspringen bei 300° C zu verblassen. Nach 20 Minuten ist die
Temperatur auf 330° C gestiegen und der Quarz entfärbt und
wasserklar. Beim Erkalten bleiben sämtliche Bruchstücke farblos.
No. 2. Die Farbe des Kristalls ist dunkelrauchgrau.
Die Entfärbung erfolgt wie bei No. 1. Die Temperatur über
steigt nicht 310° C. Völlig farblos nach 2 Stunden. Bei wei
terem Erhitzen und geeignetem Unterbrechen zeigt sich keine
dem Amethyst entsprechende Gelbfärbung. Erkaltet bleibt
der Quarz wasserklar.
No. 3. Ein dunkelrauchbrauner Kristall verhält sich beim
Entfärben wie No. 1 und 2. Dauer 2j Stunden. Tem
peratur 310° C.
No. 4. Bruchstück des Kristalls No. 2. Bei diesem Ver
suche soll die Entfärbungstemperatur festgestellt werden.
Nach 14stiindigem Erhitzen auf 300° C ist der Rauchquarz
farblos und wasserklar.
Auch beim Erhitzen in 0 zeigten sich geringe Spuren
von C 0 2 und H 2 0, und es entstand ein schwacher Beschlag im
Gasausflußrohr, der sich durch höhere Temperatur vertreiben
ließ. Die Glühverluste waren z. T. wegen des Zerspringens
der Kristalle auffallend groß, sonst aber so gering, daß sie
innerhalb der Wägungsfehlergrenzen lagen. Bei sämtlichen
Gewichtsangaben ist wegen nicht allzugroßer Präzision der
Wage nur mit einiger Sicherheit bis auf 0,0001 g zu rechnen.
So werden auch beim Rauchquarz die Entfärbungserschei
nungen durch die Natur des umschließenden Gases nicht merk
lich beeinflußt. Der Nachweis geringer Spuren von C0 2 und
H„0 in den Verbrennungsgasen scheint mir kein Grund für
den organischen Charakter der färbenden Substanz zu sein.
Wasser kann dem Material noch äußerlich angehaftet, C0 2
in Einschlüssen vorhanden gewesen sein, die beim Entstehen
der Risse ihre Gase in Freiheit ließen. Die Temperatur, bei
welcher das färbende Agens in eine farblose Modifikation
übergeht, liegt unter 300° C.
Einwirkung der Radiumbestrahlung auf entfärbten Rauchquarz.
Eine weitere Stütze für die Annahme eines anorganischen
Farbstoffes gibt das Verhalten entfärbten Rauchquarzes bei
Radiumbestrahlung. Hier mag vorausgeschickt werden, daß

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