280 K. Simon. Beiträge zur Kenntnis der Mineralfarben.
Risse wasserklar und farblos. Bei tiefbraunem Uruguay-
Amethyst bedarf es einer bedeutend höheren Wärme, um das
Braun zu vertreiben; es ist aber auch zu vermuten, daß man
mit niederer Temperatur auskommen wird, allerdings auf
Kosten der Zeit. Stark erhitzte Kristalle waren gewöhnlich
von vielen Rissen durchzogen und wenig klar, meistens so
gar stark milchig.
Der Amethyst aus der Auvergne unterscheidet sich auch
noch durch das Auftreten von starker Pyrophosphoreszenz
bei der Entfärbung in den genannten Gasen von den Ame
thysten aus Brasilien und Uruguay, bei denen sie trotz wieder
holter Versuche nicht zu sehen war.
Vergleich der Glühverluste.
Wöhler und v. Kraatz-Koschlau 1 geben den Glühverlust
bei Amethyst zu 0,09% an. Da in den vorliegenden Ver
suchen nur außerordentlich geringe Mengen von Verbrennungs
gasen gefunden wurden, so lag es nahe, den Glühverlust
an sich auch noch einmal möglichst genau zu prüfen. Es
sind im folgenden alle überhaupt gefundenen Resultate an
geführt, obgleich einige sicher keinen Anspruch auf Richtig
keit machen können. Die Schwierigkeit lag vor allem darin,
daß die Kristalle beim Erwärmen zersprangen und beim Über
führen in das Wägegefäß stets geringe Mengen des Versuchs
materials an den Wänden des Verbrennungsrohres haften
blieben und dadurch verloren gingen. Den richtigen Ver
hältnissen nähern sich am meisten die Werte, die am klein
sten ausgefallen sind.
Im folgenden ist unter a das Gewicht vor, unter b nach
dem Glühen angegeben. Unter c befindet sich der Gewichts
verlust in Prozenten. Die dabei angefügten Zahlen weisen
darauf hin, unter welcher Versuchsnummer vorn der Kristall
beschrieben ist. Weiter wird noch angegeben, ob der Kristall
zersprang (d), ein Substanzverlust also möglich ist, und dann
die höchste Temperatur, die erreicht wurde (e).
Die Dauer des Trocknens im Vakuumexsikkator über
Chlorcalcium und Schwefelsäure ist am Schluß beigefügt (f).
1 Tschermak, Min. u. petr. Mitt. 18. 304, 447. 1899.

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