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K. Simon, Beiträge zur Kenntnis der Mineralfarben.
schwindet. Ein dem tiefen ursprünglichen Violett entsprechen
des Gelb oder Braun ist nicht zu erzielen.
Hieran schließen sich 5 Versuche mit sogen, gebranntem
Topas.
1. Farbe gelbbraun. Entfärbung beginnt bei 580° C,
noch schwach gelb 685° C, milchigweiß 775° C. Beim Erkalten
keine Änderung.
2. Farbe dunkelbraun, unregelmäßig verteilt. Lang
sam erwärmt, Entfärbungsbeginn 565° C, vollendet 690° C.
Bleibt auch bei Zimmertemperatur milchig. Schwacher Be
schlag.
3. Farbe hell strohgelb. Entfärbungsbeginn 440° C, voll
endet bei 500° C. Farblos wasserklar bei Zimmertemperatur.
4. Quarz, sogenannter Topas, aus der Gießener Samm
lung. Fundort Brasilien. Ein Stück ist in Luft erhitzt
farblos, dann beim Erkalten wieder braun geworden. Der
Versuch ist in Gießen ausgeführt. In H erhitzt wasser
klar bei 540° C, bei sinkender Temperatur tritt die Farbe
wieder auf, 420° C. Nochmals geglüht, entfärbt bei 535° C,
bei 755° C milchigweiß. Erkaltet keine Regeneration der
Farbe.
5. Farbe braun. Der Versuch verläuft wie No. 4. Bei
570° C farblos, erkaltet wieder braun, dann stark geglüht,
610° C, milchigweiß, beständig bei Zimmertemperatur.
Da sich bei den einzelnen Entfärbungen wohl ab und zu
geringe Destillationsprodukte gezeigt hatten, aber eine deut
liche Reaktion auf Kohlensäure und Wasser immer erst im
Laufe der Versuchsreihen, auf H„SundNH 3 überhaupt nicht
eingetreten war, so wurden je einmal größere Substanzmengen
unter jedesmaliger Einschaltung nur einer Reagensflüssigkeit
erhitzt.
Versuchsreihe zum Nachweis von Wasser.
1. Zum Nachweis von H 2 0 wurden 5,64 g Amethyst von
Brasilien geglüht. Temperatur 620° C. Geringe Grünfärbung
des Ferrosulfates. Gewichtszunahme nicht meßbar.
2. Amethyst von Uruguay. 6,215 g. Erhitzt auf 685° C.
Heftiges Zerspringen. Merkliche Färbung des Ferrosulfats.
Gewichtszunahme innerhalb der Fehlergrenze.

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