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K. Simon, Beiträge zur Kenntnis der Mineralfarben.
Radiumbestrahlung' ausgesetzt zeigte, er im Dunkeln Phos
phoreszenz und nach 5 Tagen rötlichbraune Färbung. Dies
mal war die Farbe weniger lichtbeständig; sie verlor nach
einigen Tagen etwas an Intensität, blieb dann aber stationär.
Der zweite Versuch wurde mit dem in 0 entfärbten,
ursprünglich rötlichen geschliffenen Ceyloner Kristall vor
genommen. Auf dem Radiumpräparate phosphoreszierte er
sofort stark mit bläulichem Licht. Nach 6 Stunden trat eine
bräunlichrote Farbe auf, die nach 4 Tagen stationär wurde.
Sie war intensiver und bräunlicher wie vor dem Glühen. In 0
erhitzt, trat lebhafte Luminiszenz auf. Bei 290° C begann die
Farbe zu verschwinden. Nach kurzer Zeit war der Kristall
völlig farblos und wasserklar. Jetzt wurde der Zirkon in
einem dünnwandigen Glasröhrchen in H-Gas eingeschmolzen
und bestrahlt. Unter Phosphoreszenz trat nach 3 Tagen die
gleiche bräunlichrote Farbe auf. In H trat wie vorher in 0
beim Erwärmen erst lebhaftes Leuchten, dann bei 290° C Ent
färbung ein.
Endlich wurde der Zirkon noch einmal exponiert, färbte
sich tief rotbraun und wurde nun am Licht aufbewahrt. Die
Intensität wurde nach und nach geringer und ist dann bis
jetzt stationär geblieben.
Ein farbloser, geschliffener Ceyloner Zirkon aus der
Sammlung des Kieler Instituts wurde 3 Tage lang exponiert.
Unter lebhafter Phosphoreszenz trat Braunfärbung ein. Sie
war nicht so intensiv wie beim vorherigen Versuch, schon
nach 2 Tagen stationär, verschwand aber innerhalb einiger
Stunden im grellen Sonnenlicht. Nochmalige Färbung und
Entfärbung gelang leicht.
Zum Vergleiche wurde noch ein in 0 entfärbter tas-
manischer Kristall von hellrötlichem Stich bestrahlt. Auch er
nahm nach 3 Tagen unter lebhafter Phosphoreszenz bräunlich
rote Farbe*an und behielt sie bei Tageslicht.
Ein grüner Ceyloner Zirkon zeigte sofort Phosphoreszenz,
aber nach 6tägiger Bestrahlung noch keine Spur von Farben
änderung.
Ein gelber geschliffener Stein von demselben Fundorte
verhielt sich ebenso. Beide Versuche wurden nach 6 Tagen
unterbrochen.

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