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Blattstiels sieh derart zusammenziehen, daß die Spaltöffnungen
führenden Rinnen sich einander nähern. Die letzterwähnte
Kontraktion macht sich auch am Leitbündel bemerkbar, denn
man sieht, daß der Winkel, den die Xylemteile mit einander
bildeten, sich um 20—25 0 verkleinert hat. Die oben erwähnte
Verschmälerung des Xylems in der Mitte spielt hierbei ge
wissermaßen die Rolle eines Scharniers.
Spreuschuppen oder -haare finden sich wie bei vielen
anderen Farnen auch, am Blattstiel von A. Bei älteren
Blättern fand ich solche nur oberhalb der Basis. Bei jungen
dagegen ist die Bauchseite des Stiels und sogar der an
letzteren grenzende Teil der Spreite auf der Unterseite damit
besetzt. Bemerkenswerte Eigenschaften traten an den Schuppen
nicht weiter hervor. Sie bestehen aus einer einzelnen Zell
lage und gleichen durchaus denen von Gystopteris fragilis,
die im Engler-Prantl (p. 59) abgebildet sind. Dementsprechend
sind sie auch mit einem Scheinnerven versehen.
Fertiles Blatt.
Zum Schluß wollen wir noch auf das fertile Blatt unser
Augenmerk richten. Zwischen ihm und dem sterilen fand ich,
wie oben erwähnt, einige morphologische Unterschiede.
Wesentliche anatomische sind nicht vorhanden, sodaß auf
Einzelheiten nicht eingegangen zu werden braucht. Es sei nur
bemerkt, daß der intramarginale Verbindungsstrang der Ader
enden in einiger Entfernung vom Blattrand verläuft. Dieser
letztere zeigt denselben Bau wie das übrige Blatt, setzt sich
aber in eine einzige schieierartige Zelllage fort. Von dieser
ist folgendes zu sagen: Sie besteht der Hauptsache nach aus
dünnwandigen gestreckten Zellen von unregelmäßig rhom
bischer Gestalt, deren Längsachse schräg nach dem Rande
zu parallel zu den Seitennerven verläuft. Die Zellwände
selbst sincUunregelmäßig verbogen. Der Rand ist, ähnlich wie
man dieses bei Blättern von Laubmoosen häufiger findet, mit
langgestreckten, dickwandigen, prosenchymatischen Zellen
versteift. Diese Zellen tragen ganz den Charakter der früher
erwähnten Stereiden, d. h. so unter anderem mitunter auch
Spiralstreifung. Die Breite dieser Stereidenzone schwankt bei

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