12 Petersen, Zur vergleichenden Anatomie des Zentralzylindors etc.
Zylinders, während bei den ebenfalls triarchen, aber sehr großen
Wurzeln von Pis um sativum in jeder Gruppe durchschnittlich 25
Gefäße vorhanden sind, obwohl die drei Gefäßg'ruppen hier nur den
neunten bis zehnten Teil des Zentralzylinders ausmachen.
Die durchschnittliche Zahl der Gefäße in jeder Gruppe beträgt
bei einer mittelgroßen Papilionaceenwurzel etwa acht bis zehn.
Von den bekanntlich in zentripetaler Reihenfolge entstandenen
Gefäßen sind in jeder Gefäßgruppe die äußeren, am Perikambium
gelegenen, die sog. Vasalprimanen oder Primordialgefäße, kleiner
als die nach innen zu sich anschließenden, namentlich bei größeren,
gefäßreichen Wurzeln. Die Primordialgefäße zeigen in allen unter
suchten Fällen geringere Verholzungsreaktion als die übrigen, zu
gleich dickwandigeren Gefäße.
Abgesehen von den äußerst kleinen Wurzeln sind die Gefäß
gruppen stets in radialer Richtung gestreckt und fast immer nach
außen hin etwas verschmälert, durchschnittlich sind sie etwa zwei
einhalb- bis dreimal so lang als breit.
Mit der Breite der Gefäßgruppen nimmt die Zahl der Pri
mordialgefäße im allgemeinen zu, und zwar zeigen sie bei schmalen
Gruppen eine Tendenz zu radialer Anordnung, während mit zu
nehmender Breite der Gefäßgruppen ihre Anordnung immer mehr
in tangentialer Richtung erfolgt.
Bis kurz vor dem Beginn der Kambiumtätigkeit finden sich
nun in allen untersuchten Keimwurzeln die beschriebenen Gefäß
gruppen als die einzigen wasserleitenden Elemente, in der Mitte
des Zentralzylinders durch ein aus fünf- bis sechseckigen Zellen
bestehendes zartes, noch undifferenziertes markartiges Gewebe ge
trennt. Bevor jedoch die ersten Anfänge des sekundären Wachs
tums der Wurzel sichtbar sind, zum Teil aber auch etwa gleichzeitig
mit ihnen, bemerkt man in diesem zentralen Gewebe die ersten
Anfänge von Gefäßbildungen, die dann entweder unmittelbar oder
etwas später nach dem Einsetzen der Kambiumtätigkeit vollendet
sind und diesen ganzen inneren Raum zwischen den eigentlichen
Gefäßgruppen ausfüllen. Bemerkenswert ist nun, daß diese Gefäße
nicht aus dem durch mehrere Zellschichten von ihnen entfernten
Perikambium hervorgehen können, zumal der Beginn der Differen
zierung zum Teil schon im primären Stadium erfolgt. Es sind also
keine sekundären Bildungen. Nach dem Orte ihres Vorkommens
mögen sie hier als „Zentralgefäße“ bezeichnet werden. Sie sind
in den allermeisten Fällen bedeutend größer als die Gefäße in den
eigentlichen Gefäßgruppen, sodaß ihre Zahl nur gering ist, und in
sehr kleinen Wurzeln oft nur ein einziges entsteht,
Die Zentralgefäße finden sich nach dem Einsetzen der Kam
biumtätigkeit in der ganzen Länge der Wurzel mit scheinbar kon
stanter Ausnahme der Übergangszone zwischen diese]- und dem
Hypokotyl. die jedoch im allgemeinen sehr kurz, selten (Lupinus
albus, L. Oruckshanksii) von größerer Länge ist und, wie früher
erwähnt, für diese Untersuchung nicht in Betracht kommt,
Eine sehr bemerkenswerte Ausnahmestellung nimmt aber
Phmeolus multiflorus ein. Nach Dodel (6) ist die Übergangszone

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.