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besten vleiss vor unrecht und übriger gewalt vor Idermennig-
lich zu verthedigen und zu hanthaben. 4 ) mirb beut Stmt=
mann Verboten, bon ben ©infiinften be§ 3lmt§bezirfS ettoaS
miberrechtlid) für fitf) zu nehmen, fonbern er foH ficf) bet feiner
Skfolbung begnügen. * 2 ) @r barf feine Sßeräufferung irgenb
melier 3lrt bornefjmen, fonbern hat alle# fo, mie er es be=
fornmen, am @nbe feiner Slmtsf>eriobe feinem £>errn toieber
ZU übergeben. 3 4 )
$u einer £fli orbnungSmäfjige ^Rechnungslegung. 3n jeber iöeftaftnng toarb
bieS bem Slmtmann auSbrücflict) auferlegt. Solange 4 ) ber
geubaliSmuS in ber Slmterberfaffung beftanben fjatte, unb ber
(Sohn bom 5Bater baS Slmt erbte, mar an eine DtechnungSablage
nic^t zu benfen gemefen, ber SaubeSfürft nicht in ber £age gemefen,
bie Amtsführung nad) ihrer finanziellen Seite zu fontrollieren.
9tad)bem aber an Stelle beS erhüben baS befristete Slmt getreten
mar, unb bie 9?aturalmirtfcl)aft bon ber ©elbmirtfchaft mehr unb
mehr berbrängt mürbe, muffte eS anberS merben. Ser iöeamte,
bem bei SSiberfe^lict)feit bie fiebere SIbfejjung brohte, fonnte fitf)
ber ^Rechnungslegung nicht entziehen; unb biefe mar teefmifef) in
ganz anberer SBeife möglich gemorben, ttachbem mit ber ©elb=
mirtföhaft ein georbneteS Äaffenmefen l^erfleftellt merben fonnte.
‘) Satjr&ücfjer für bie £anbe3Eunbe, Sb. 9, a. a. D.
2 ) Es soll auch unser Rath und Arnptrnann . . . von den Unter-
thanen nichts zu seinem Besten befördern oder sich einige Geniess unter
nehmen, solches auch Hausvogt, Schreiber und andere nicht gestatten,
sondern alles was von den Unterthanen kommt, soll zu unserm Besten
seyn . . . und ein jeder sich an seiner vermachten Besoldung begnügen
lassen, b. ©temann, ltrf. 93eitr., ©. 108.
s ) 5Brun!e bon ®aben 1417: . . . quit unde vrig wedder antwerden
in aller mate alze he de nu my gheantwordet heft. . . b. ©temann, llrf.
5Beitr., ©. 87. — 3Bo£)I barf ber Slmtmann borljer beräuSerte ©üter bem
Slmte toieber jurüdertoerbett: Were auch sach, dass von Alders zu solchem
unsem Schloss Segebergk gehört und davon komen ist und gedachter
von der Wisch das widerumb mit recht darzu zu brengen west, soll er
von unsernt wegen zu thun gantze Volmacht haben, b. ©temann, Öffentl.
unb ißribatrecfjt 111, a. a. D. — bgl. auch Reg. Chr. I, 9tr. 88.
4 ) bgl. ©djmoller, Acta Borussica: 58el)örbenorganifation, 58b. 1,
©. 26 ff. — 2)erf., Seutfdjer iBeamtenftaat, a. a. D. ©. 2.

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