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Sludj ber SSeamte foitnte, toenn iljm feine Stellung nidft meljr
besagte, 1 2 ) eine Söfung 5eS SSerljältniffeS betüirfen. Sie 23er=
einbarung einer Äi'mbigungSfrift toar ein Vorteil für beibe
Seite. Ser Beamte toar, fotange er fidf nichts ju fdfulben
fomnten lieft, gegen eine f>lö|slid)e Slbfefcung gefd}ü£t; anberer»
feitö aber faf) fidf ber SanbeSljerr ber ©efaljr enthoben, einem
fjlö^lidjen Sluflfören jeglicher 33ertoaltungStätigfeit in einzelnen
©ebieten feines SerritoriumS gegenüberjufteljen.
Sie töerleifjung auf unbestimmte $eit treffen tuir audt) nod)
im beginn beS 16. $al)rf)unbertS. SllS 1509 a ) MauS bon ber
SBifct) jum Slmtmann bon tßlön befteltt toarb, tourbe über eine
jeitlid) fixierte Slmtsbauer nichts auSgemadjt. Unb in ber S3e=
ftallung für ^einrid) Dtanfiau gum Slmtmann bon ©egeberg im
igaljre 1555 ift aud) nur feftgefefd, baß er, toenn ifjm baS Slmt
gefünbigt toürbe, er es feinem $errn toieber übergeben foEte. 3 )
Saneben finbet fid) aber auct) eine tBerleiljung auf be=
ftimmte $eit; i n btefem ift bie Slmtsbauer in ber 33e=
ftaEung feftgefefjt. $n &etn SteberS, ben örunfe bon traben
1417 4 ) über baS ifjm berlieljene Slmt ©teinburg ausfertigte, er=
Härte er, baff er für brei $al)re befteltt fei. Stad} Slblauf ber
3eit foü er baS Slmt toieber jurücfgeben. 5 ) $n ä^nlic^er SSeife
lautet bie töeftaEung für ©eorg bon ber Sßifd), nur ift bie
SlmtSbauer auf bie ungetoöfmlidf • lange $eit bon 20 ^aljren
Slogtei a6er ben beiben als ©ntfdjäbigung für ihre Slmtmannfd)aft ber*
bfänbet tourbe, fo ift tcot)! anäunehmen, baß ber genannte Stammermeifter
bie ©efchäfte eines StmtmannS im Stuftrage beS ©rafen geführt Ijat. ®a=
burcb tourbe aber nichts an bem SkrbältniS beb ©rafen ^um C£rg&ifc£)of
geänbert. ©raf Slbotf nahm nominell bie Stellung eines StmtmannS ein.
— $a ferner baS brentifdje Stift fiel) auch teittoeife über ©olftein erftreefte,
fo bürfen mir analoge SSerf)äItniffe aud) für $otftein in Stnfprud) nehmen.
— Slud) für bie SJtart Säranbenburg mar eine Jrift bon 6 SJtonaten baS
gemßljnlicbe. Jfaatfotjn, a. a. D. S. 58.
*) bgl. S. 68, Stnm. 3: . . . edder dat he af wolde.
2 ) Jahrbücher für bie SanbeSfunbe, S3b. 9, a. a. D.
3 ) b. Stemann, llrt. SBeitr., S. 107. — *) a. a. D. S. 86.
6 ) a. a. D.: ... Wan over desse dre Jar umme komen syn, so schal
ik Bruneke erben, myneme gnedighen heren vorscr. edder sinen erven
sine horch erben, quit unde vrig wedder antwerden.

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