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$o]£jann Ärummenbtf bert gräflichen ^Beamten ber 3h e h oer
SSogtet su felgen, biirfte tuohl richtig fein, ba fonft, toenn bie
beiben sulefst genannten Dörfer in bem 5ßerpltni§ ber ©runb»
l^errlidEjfeit su ihm geftanben hätten, nid£)t eingufeE)ett märe,
marurn er hefonberg, im ©egenfah s u ^en übrigen SSafatten,
aufgeboten tourbe. demnach haben bie genannten fünf SÜrcfp
fftiele mofjl bie bamalige SSogtei ^hehoe gebübet. ] )
2)ie ütemper Sßarfdh toar 1273 an bie Bieter ©rafem
linie gefallen. 1293 hatte Johann II. hier einen Beamten, ber
alg advocatus in palude beseidfnet toirb. * 2 * ) Später aber ift
bie§ ©ebiet an ©erharb II. bon ber planer Sinie toerftfänbet.
®enn im ^ahre 1307 8 ) geftattet er bem ©rafen ^oEjartn bie
©inlöfung ber 9ttarfch. 4 ) @g toerben folgenbe Äird)fpiele alg
basu gehörenb aufgesählt: Haie (|>ohenfeIbe), §orft, üfieuenbrof,
Äremfte, 97euenfirif)en, SöorsftetE), ©überau, tpeiligenftcbten unb
Hole. ®ie ©inlöfung fd^eint aber nicht ftattgefunben su haben,
benn aucf) nach 130? hat ©raf ©erharb II. Urfunben für bie
ällarfch auggeftellt. 5 ) 1316 fdfeint fie fchon in tollem 23efih
(Schöffen fteben, ebenfo bezeichnet finb. — Stufe, Salfö Slrcfeib III (1844),
S. 632, hält ben Sofeann firummenbif für ben Schulden biefer Slircfefpiele,
toasi hoch toofel nicht angängig ift.
*) Stach einem Bericht beb Steinburger Stmtmannb bom ijafere 1687
toerben alb Stircfefpiele ber Söilftermarfch biefelben fünf genannt: Wüster,
Beyenfleth, Wewelsvleth, Brokdorf nnb St. Margarethen. gMtö Samnt»
langen II, 398. — a ) H. II, 825.
s ) H. III, 156. — $etleffen, a. a. 0. S. 263, behauptet, bafe bie Stremper
SJtarfcfe an Slbolf VI. bon ber Sdfeauenburger Sinie berpfänbet getoefen fei.
Sßie foHte aber bann ®erfearb II. baju fommen, bie ©inlöfung zu geftatten?
(Ss peifet nämlich aubbrüälicf): Nos Gherhardus . . . recognoscimus . . .
quod nos omnem paludem . . . comiti Johanni . . . restituere tenemur . . .
Slufeerbem feiten toir beb öfteren Johann II. unb ©erharb II. gemeinfam
für bie SJlarfcf) Urtunben aubftellen (H. III, 135, 162) unb nach 1307 and)
©erharb «Hein (H. III, 181, 232), Slbolf bon ber Scpauenburger Sinie aber
niemalb.
4 ) Qm felben Safere 1307 ift auch jum erften SJtal bie Steinburg
ertoäfent (H. III, 162). — $ctlcffen, a. a. 0. S. 258, meint, bafe bie Stein»
bürg erft bon 3ofeann III. bon ber Sßlöner Sinie erbaut fei. Siefer ift
aber erft nach bem Sbbe feineb SJaterb 1312 in ben SJefife biefer ©ebiete
gelangt. — Ser Herausgeber ber Urfunbe begtoeifelt freilich bereit ©d)t=
heü, ofene febocfe ©rünbe anjugeben. — 6 * ) f. Sinnt. 3.

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