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d) seltene, unverständlich gewordene oder störende
Suffixe und Präfixe.
Das Präfix be • dient im ne. meist dazu, um eine Tätig
keit in bezug auf ein Objekt auszudrücken, besonders ein
„Geben, Übertragen, zu etwas Machen“; daneben gibt es im
ae. auch einige Verba, bei denen dieses Präfix im Gegenteil
ein „Berauben, Nehmen“ bezeichnet, die scheinbar wegen
ihrer Minderzahl leicht falsch aufgefaßt werden konnten und
schließlich untergingen. So geschah es mit
be • föticm = to deprive of feet
be ' landian = to deprive of land
be • llfian = to Mil
be • nceman — to bereave
be • rindan = to take off bark.
eap-mödian „demütigen“ wird durch humblen f> to
humble verdrängt; elpeodgian „in der Fremde leben“ durch
Umschreibungen wie to live abroad ersetzt.
In hohem Grade störend mußten die Suffixe wirken,
wenn sie den Lautcharakter des Verbums stark beeinträch
tigten, wie bei hreoivsian „bereuen“, dem die Grundform
hreowan f> to rue vorgezogen wurde (s. auch § 5 c).
Endlich gehören hierher auch die im ae. zahlreichen
Ableitungen mit t (Verba auf -ettan) s. Sch. §§ 174—178.
1.) neben starken Verben.
blicettan [blican] : to glitter, (vgl. § 8).
brogdettan [bregdan] : to brandish; to tremble,
dropettan [dreopan] : to drop,
flogettan ffleogan] : to fluctuate,
hleapettan [hleapan] : to leap tip.
huncettan /nhd. hinken] : to limp.
2.) neben schwachen Verben.
ägnettan [ägnian] : to own.
clocettan fcloccian] : to weep,
cräcettan [cracian] : to croak.

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