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inn „Absteigequartier nehmen“ nachklingt; dial, findet sich
to in „die Ernte einbringen“.
be • nacodian „bloß liegen“ [Nap.] bildete das praet.
regelmäßig nacodode; doch wurde schon ae. das praet.
nacode (Haplologie) gebildet, dazu dann der Inf. nacian (nach
Sweet). Hierdurch verblaßte aber zugleich die Beziehung
zum adj. nacod naked, so daß man zur Umschreibung
mit to lay bare griff. Nur dial, ist noch to nahe erhalten.
c) Verlust des etymologischen Zusammenhanges.
Bei der hier zu behandelnden Gruppe von Verben zeigt
sich am deutlichsten, wie infolge ihrer etymologischen Be
ziehungen einerseits, der Konkurrenz einheimischer, nordischer
und französischer Lehnwörter andrerseits gerade die Verba
den verschiedenartigsten Existenzbedingungen unterworfen
sind, die sich nicht immer klar durchschauen lassen, wes
wegen auch der subjektiven Auffassung vielfach ein weiter
Spielraum bleibt. Mit dem Verlust des etymologischen
Charakters geht häufig semasiologische Differenzierung vom
Grundwort Hand in Hand. Es sind hier wesentlich zwei
Hauptgruppen zu unterscheiden: a) Verba, die schon im ae.
infolge Kontraktion starke Kürzung erlitten, — bei einigen
wirkte diese geradezu irreführend, indem die Verba äußerlich
in eine andere Gruppe gerieten; b) daneben sind zahlreiche
Verba vorhanden, [bei denen entweder der Tonvokal umge
lautet ist oder die Suffixe die Herkunft des Wortes in
späteren Sprachperioden verdunkeln.
Für bön <[ bögan, das sich zuletzt im 14. s. findet,
tritt me. bosten > to boast ein (Etymologie unsicher). Zu
dem Siege der Ersatzform hat vermutlich neben ihrer
größeren Schallfülle der Anklang an das ae. vb. beigetragen.
fön < *urgerm. fähan begegnet ae. fast ausschließlich
als Bestandteil der Komposita ä • fön = to receive, be' fön
— to contain, onfön = to receive, underfön = to seise;
schon dadurch dürfte seine lautliche Selbständigkeit beein-

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