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mehrstufigen Entwicklung darstellen — teils lassen sie noch genügend 
deutlich den Grund der Änderung erkennen, ob er nun in der Eigenart 
der gotischen Sprache oder der übersetzungstechnischen Grundsätze 
oder endlich in dem Einfluss von Parallelstellen, des kirchlichen 
Lektionswesens und dergl. zu suchen ist. Aus denselben Gründen 
ist aber dann die Ansicht von einer prinzipiellen 
Mitbenutzung und Vergleichung lateinischer Texte von 
seiten des Übersetzers selbst fürderhin nicht mehr zu 
halten. Andrerseits dürfte mit diesem Resultat auch, im Gegensatz 
zu einer wohl bisweilen geltend gemachten gegenteiligen Ansicht, 
die Einheitlichkeit der vier Evangelien unseres Codex 
argenteus in bezug auf ihren Ursprung sicher gestellt sein. 
In diesem Punkte stimme ich vollständig mit den Ausführungen 
Bernhardts in seinen „Kritischen Untersuchungen“ überein.
	        

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