80
diesen zusammenzustellen sind die Fälle, wo griechischer Acc. c. Inf.
durch einfachen Inf. wiedergegeben wird: vgl. I, 57. mel du bairan:
6 ypövoj toü tsxsTv aitzr t v; vgl. XVII, 25, dazu St. S. 174 (vgl. noch
II, 49; IV, 43).
XVI, 8. frodozans sunum: fppovtjico-cspoi öitlp too? ötoö?, vgl.
St. S. 170.
XVIII, 22. frabugei jah gadailei . . . jah hiri laistjan mik:
muXr^ov xai oiaoo; . . . xa'i osöpo axoXoöftsi p.ot, vgl. St. S. 177.
Folgende Stelle nimmt eine Sonderstellung ein: XVIII, 11. J>ai
anparai mans: ol Xoutot zwv dvbpojTtwv. Zwar findet sich in lateinischen
Hss. (nämlich b c e i 1 r vgi’ 1 ) eine genaue Entsprechung: ceteri
homines. Ich halte es aber wenigstens nicht für nötig, hier lateinischen
Einfluss anzunehmen, da zur Erklärung dieser Lesart aus der grie
chischen Quelle der Hinweis genügt, dass z. ß. an allen in
Schultzes Glossar angeführten Stellen, wo anpar zur Übersetzung
des griechischen Xotirö? dient (ob mit oder ohne Artikel), im Grie
chischen das zugehörige Substantiv den gleichen Casus aufweist wie
anpar, ausser an dieser Stelle. Von der gotischen Übersetzung gilt
dasselbe. Also dürfen wir wohl für die Quelle auch hier oi Xot7tol
avf)po>7:oi ansetzen. Es kann zur Unterstützung dieser Behauptung
auf Eph. IV, 17 hingewiesen werden, wo gotisch: anparos piudos
fast nur in den von Kauffmann (Zeitschr. f. d. Phil. 35, 433 ff.) als
byzantinische Text-Vertreter in Anspruch genommenen Hss. KLP und
bei Chrysostomus mit: za Xo«rd sbv/j eine Entsprechung findet.
Die Abweichung: XVIII, 31: ustiuhada all [>ata gamelido {rnirh
profetuns bi sunu mans: TsXsabr ( tjsxai ««vxa za ysypa[xpiva oiä ziöv
■Rpo'pjjTÜiv x(ö uKp tou dvöp eine Parallele zu Luc. IV, 43.
Freilich liegt wohl ein Missverständnis zu Grunde, indem der
Gote Tw Öko auf ysypajiiiha bezog statt auf TsXsahr^stat. Dass die
Annahme lateinischen Einflusses unnötig ist, beweist der Umstand,
dass neben den Lateinern, der Hs. D und einigen griechischen
Minuskeln auch die alten Übersetzungen — vgl. bei Tischendorf Anm.
— die dem Gotischen entsprechende Übersetzung bieten, so dass dies
Missverständnis als jedem Übersetzer äusserst naheliegend bezeichnet
werden muss.
§ 31. Praepositionen. Nachdem alle wichtigeren Abweichungen
in den verschiedenen Kategorien ihren Platz und damit ihre hin
reichende Erklärung gefunden haben, sei zum Schluss noch auf ein

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.