38
Lucas I, 15. in wambai: iv xotXta (-Xia??) K*
Diese Stelle fügt sich am besten hier ein, obwohl ich kaum
glaube, dass der Verfasser der Hs. K uns eine alte und verbreitete
Lesart bewahrt hat, sondern dass wir es mit einem Schreibversehen
zu tun haben, wie das in derselben Hs. vielleicht vom Verfasser
selbst hinzugefügte x (zu ev) andeutet (vgl. Anm. Tischendorfs). Doch
liegt danach nichts näher, als für die Quelle des Goten ein ähnliches
Versehen anzunehmen, falls man absolut einen handschriftlichen
Beleg für die gotische Fassung suchen will. Im andern Fall erklärt
sie sich ebenso einfach als selbständige, ja, notwendige Änderung
des Übersetzers, da eine Konstruktion wie das allgemein verbreitete
£x xoiXta? sicherlich nicht dem gotischen Sprachgebrauch bezw. der
gotischen Vorstellungsweise entsprach.
I, 35. duf>e ei: Stört A* statt oto
65. ina: aoxöv D statt aöxou?
II, 3. in seinai baurg: et? rrjv lotoxoo uöXtv D statt tStav
14. godis wiljins: euSoxta? AD statt eöSoxta
Trotz der geringen Bezeugung hält v. Soden (I, 2, 1450) diese
Lesart sogar für die ursprüngliche, d. h. dem allen seinen drei
Recensionen zu Grunde liegenden, freilich nur durch Rekonstruktion
zu gewinnenden Normaltext I-H-K angehörige, weil die im gleichen
Casus stehenden Parallelglieder dieses liturgischen Hauptstückes eine
ausgleichende Änderung sehr nahe legten. Und dabei scheint v. Soden
hier die so stark ins Gewicht fallende Zeugenschaft Wulfilas und
seiner Bibel gar nicht gekannt oder wenigstens nicht berücksichtigt
zu haben. Hierdurch wird aber für mich seine Vermutung beinahe
zur Gewissheit.
II, 27. bi biuhtja: xaxa xö s&o? D statt el&tspivov
43. wisedun (sc. wissedun): E-j'vumv D statt sjvtu
III, 8. akran wairj)ata: xapiröv a?tov D statt xapuob? a?too?
9. aj)j)an ju: rfiri §s D (ohne xai)
16. skohis: xoö öitoSijixaxo? D statt xwv uTco8Y;p,axtov
Hier steht D in der gesamten griechischen und lateinischen
Überlieferung allein und kann daher, zumal die syrische Übersetzung
ihm zur Seite steht, eine alte Lesart wohl bewahrt haben.
IV, 8. Der Gote lässt in Übereinstimmung mit D sowie der
syrischen Übersetzung den sonst in den byzantinischen Texten
stehenden Zusatz: omcfs öiriarw p.ou aotxava aus. Dass lateinischer
Einfluss vorliege, ist für die gotische Übersetzung schon durch die

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.