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diroksaoti) dkkcn csüaat FUA, dazu noch KMm. Hier gilt dasselbe wie
von v. 55, da wir dieselben Hss. als Vertreter der gotischen Lesart
ausser D wieder finden, während in allen übrigen griechischen der
Zusatz fehlt. Die kleine Auslassungs-Abweichung im Gotischen bezgl.
des dv&pit>7:u)v halte ich auch hier im Verhältnis zum Ganzen für
belanglos, erst recht deshalb, weil in den lateinischen Hss., die darin
mit den Gotischen sich decken (ausser in c), parallel mit UA gegen
die gotische Fassung 6 yap am Anfang ausgelassen wird. Da f
dvhpwTtujo übersetzt, nehme ich, indem ich der weiteren Unter
suchung über das Verhältnis von f zur gotischen Übersetzung
vorausgreife, an, dass ein späterer Abschreiber das Wort manne aus
Versehen ausgelassen hat, was um so leichter zu verstehen ist, als
mans = dvöptuitoo im gleichen Vers kurz vorhergeht. Da dvöpunrwv
auch in der syrischen Übersetzung ausgelassen ist, ist die andere
Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass liominum in f aus der Vg.,
wo es die Hs. ß aufvveist, hineinkorrigiert ist. Eine sichere Ent
scheidung lässt sich darüber kaum treffen.
Ein weiterer für die byzantinischen Hss. charakteristischer Zusatz
findet sich vom Goten ebenfalls aufgenommen: Luc. X, 22. jah
gawandips du siponjam seinaim qap: xal atpwpelc irpö; tob? p-affrjxäc
elitsv EGHSUVA (-)- AKW a r). Das im Gotischen hinzugefügte seinaim
beweist aufs neue, wie sehr wir mit Schwankungen bezgl. der Form
wörter rechnen müssen. Dass wir zu seiner bezw. des entsprechenden
aÜToö Erklärung nicht der lateinischen Bibel bedürfen, sondern es als
schon in der byzantinischen Bibel hier und da bekannt voraussetzen
dürfen, zeigt deutlich die Hs. T, die es hat und v. 23, wo bei sonst
gleichem Wortlaut U allein solchen Zusatz macht. Dass wir zur Er
klärung solcher und ähnlicher Zusätze die lateinische Bibel nicht
heranziehen dürfen, beweist indirekt aufs deutlichste das Fehlen eines
in allen lateinischen Itala-Hss. wie auch in der Vg. aufgenommenen
ganzen Verses (Lucas XVII, 36) im gotischen Text, den auch sonst
bei den Griechen nur 2 Hss. aufgenommen haben. Hätte wirklich
Wulfila einen lateinischen Text verglichen, so wäre es doch höchst
merkwürdig, wenn er kleinere Unterschiede ausgeglichen, die gröberen
bald berücksichtigt, bald nicht berücksichtigt hätte. Die einzige
lateinische Hs. G, die den Vers ausgelassen hat (nach Tischendorf),
kommt neben der griechischen Überlieferung nicht in Betracht, zumal
sie, ein Mischtext aus Itala- und Vg.-Elementen zusammengesetzt,
vielleicht sogar unter indirektem Einfluss des gotischen Textes ge

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