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wovon nur A und C 2 nicht byzantinischer Prägung sind und C 2 auch
erst, wie die Sigle andeutet, diese Gestalt aus einer Korrektur zweiter
Hand erhalten hat.
II, 33. Josef jah aipei is: /cd r t aöxoö EGHSUVA,
dazu nach v. Soden als Vertreter gleicher Richtung: AKMITI. Von
Vertretern der Recension H bietet die gleiche Lesart nur A, wie bei
I, 50. Bei den übrigen Vertretern der Recension H lautet der Text:
6 ixaxr ( p aüxoö xcd r t ar^p aoxoo. An dieser „klassischen“ Stelle haben
wir es wie an der Schwesterstelle v. 43 mit einer „dogmatisch-ab
sichtlichen Textveränderung“ zu tun 1 ), die Anlass zu Streitigkeiten
in der alten Kirche war 2 ). Ganz reinlich scheiden sich au diesem
Stein des Anstosses die Rezensionen von Byzanz und Ägypten, und
die gotische Übersetzung steht auf der Seite von Byzanz!
Ganz besonders wichtige und starke Abweichungen zeigen die
Verse 54—56 des 9. Kapitels in der byzantinischen Rezension im
Gegensatz zu der hesychischen, die fast ebenso einstimmig und
energisch eine entgegengesetzte Fassung vertritt, und wiederum stellt
sich der Gote mit seiner Quelle in voller Deutlichkeit auf die Seite
der ersteren.
Lucas IX, 54. sive jah Heleias galawida: <5>? xal' II),tote ^ixofyaev
EFGHSUVA Chrys, dazu ADni. Die gegnerischen Vertreter schwanken
hier, doch lassen die wichtigsten den ganzen Satz aus.
V. 55. jah qap du im. niu wilup h»s ahmane sijup: xal elitev.
oöx otöaxs otbu xcvsup.axoj iaxs FUA Chrys. -j- DKMm. Obwohl die Ge
schlossenheit des Eintretens für diese Lesart auf byzantinischer Seite
nicht so gross ist wie bei der vorhergehenden, so weisen uns die
Hss., die sie bieten, um so deutlicher auf Byzanz, spez. Chrysostomus
auf die Lucianbibel. Keine andere Hs. enthält überhaupt diesen
Zusatz. Wenn KMÜ am Schlüsse noch 6p.sT? hinzufügen und im
Gotischen noch du im eingeschoben wird, so spielt das im Verhältnis
zur Wichtigkeit des ganzen Zusatzes gar keine Rolle, zumal das
gotische du im in der Gesamtüberlieferung allein steht (abgesehen
von f) und so schon hier aufs deutlichste beweist, dass wir im Gebiet
der Formwörter mit Schwankungen zu rechnen haben, die für die
Entscheidung der Quellenfrage nicht ins Gewicht fallen.
56. unie sunus maris ni qam saiioalom qistjan ak nasjan:
6 ydp uiö? xoü dv&ptt>7too oux fjXDs tjioya; avS}ptu7ru>v duoxxsivai (FA:
*) Vgl. Protestantische Real-Encyklopädie II, 728 ff.
s ) Vgl. die Anmerkung Tischendorfs.

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