27
„stirev t(i> mxpaXtraxip av^ptoirs“ entspricht, während keine lateinische
Hs. ausser f mehr als höchstens dixit homini (homo) hat. Auch hier
steht die syrische Übersetzung D und der gotischen zur Seite.
ß. Textvergleichung.
Cap. I. Die Übereinstimmungen.
Nachdem somit die Bahn frei sein dürfte, gehe ich zum Text
des Lucas-Evangeliums selbst im einzelnen über. Zuvor sei noch
erwähnt, dass ich für die aufgestellten Listen sowohl die Überein
stimmungen als auch die Abweichungen zwischen dem griechischen
und gotischen Text hinsichtlich der Stellung der einzelnen Worte
im Zusammenhang durchweg unberücksichtigt gelassen habe. Denn
wenn es gelingt, die übrigen, man darf wohl sagen gröberen Ab
weichungen zu erklären, so können diese Elemente auf das Gesamt
ergebnis keinen entscheidenden Einfluss mehr ausüben, ganz abgesehen
davon, dass anerkanntermassen grade hierin unter den Bibelüber
setzungen die gotische eine hinsichtlich ihres treuen Anschlusses an
die Quelle einzigartige Stelle einnimmt. Ich führe nur einige recht
drastische Beispiele an und verweise im übrigen auf Stolzenburg*).
Ich behandle zunächst die Übereinstimmungen zwischen
dem gotischen Text und dem durch die Hss.-Gruppe
EFGHSUVA sowie durch Chrysostomus repräsentierten
griechisch-byzantinischen Text und setze in diesen Listen an
1. Stelle den gotischen Text nach Uppström, sodann an 2. Stelle
den entsprechenden griechischen unter Hinzufügung der betreffenden
Hss.-Bezeichnungen nach Tischendorf.
§ 14. Die wichtigsten Beispiele. Vorausgenommen seien
einige ganz besonders charakteristische Lesarten, die in hervor
ragender Weise für die These beweiskräftig sind, dass wir es in
der gotischen Übersetzung mit einem Text rein byzan
tinischer Färbung zu tun haben. Als solche können gelten:
Lucas I, 50. in aldins aide: slj-ysveä? ysvsmv EGHUV. Zu dieser
Hss.-Gruppe treten mit derselben Textfassung noch hinzu: AC 2 DKFAII,
*) Zeitschr. f. d. Phil. 37, 179 ff. und 367 f.; vgl. ferner Koppitz in derselben
Zeitschrift 32, 434. Besonders bemerkenswert ist für diese Kategorie von Ab
weichungen, was v. Soden I, 2, 1469 sagt: „Sodann nötigt ihn (Wulfila) wohl
manchmal die Sprache zu einer andern Wortstellung .... Jedenfalls geben die
übrigens nieht sehr häufigen Umstellungen, die ihm meist allein eigen sind,
keinerlei Anhalt für eine genauere Eingliederung seines Textes.“

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.