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Seitenlinie r des Typs vertritt, welcher Typ selbst schon stark
von K durchsetzt ist. 1 ) Ebenso gehört hierher der Cod. U (90) vom
A-Typ 0, von dem es heisst * 2 ), er sei fast K geworden, wenn er auch
nicht ganz wenige i-Lesarten durchgerettet habe.
§ 5. Zusammenfassung. Überblicken wir diese Zahl von Codd.,
die uns zu dem genannten Zweck zur Verfügung stehen, so zeigt sich,
was uns kaum noch überraschen wird, dass es, um wenige vermehrt,
gerade die Hss.-Gruppe ist, die Kauffmann seiner Vergleichung zu
Grunde gelegt hat, nämlich EFGH VUA -f- KM fl und A. Die von
Kauffmann mitbenutzte Unc-Hs. S (nach v. Sodens Bezeichnung s 89)
habe ich in der Rubrizierung der einzelnen Hss. unter die verschiedenen
Typen und Recensionen bei v. Soden nicht entdecken können, glaube
auch kaum, dass sie mir bei meiner Durcharbeitung dieses Werkes
entgangen ist. Jedenfalls dürfen wir auch sie hierher rechnen, da
sie nach Tischendorf-Gregory (vergl. Bd.III, 197 und 201) unmittelbar
zu der schon von jenen Gelehrten angenommenen „Syrischen Rexension“
gehört. Es dürfte nunmehr ein Leichtes sein, nach diesem Hss.-
Material, wie es uns bei Tischendorf geboten wird, die Gestalt des
Af-Textes herauszuschälen, indem wir alle die Lesarten, in denen diese
Hss. oder eine grössere Anzahl derselben übereinstimmen, für die
AT-Recension in Anspruch nehmen. Den so gefundenen Text gilt es
alsdann mit dem gotischen zu vergleichen. Stimmen beide in der
Hauptmasse ihres Stoffes überein, so ist damit der Beweis erbracht,
dass die gotische Übersetzung einen K-Text zur Grundlage hat. Das
aber dürfte durch Kaufmanns Arbeiten über allen Zweifel sicher
gestellt sein.
B. Der K-I-Mischtext.
§ 6. Die Sondervarianten der K-I-Mischtexte. Schon wegen
des wenn auch nur geringen zeitlichen Abstandes der Entstehung der
gotischen Übersetzung von der Recension K ist es von vornherein
nicht wahrscheinlich, dass dem Goten eine absolut reine K-Hs.
Vorgelegen hat. Giebt es doch in der gesamten Überlieferung des
Neuen Testaments kaum 2 Hss., die völlig miteinander übereinstimmten.
Dass aber die Quelle des Goten wirklich schon Veränderungen gegen
den ursprünglichen AT-Text erlitten batte, dafür spricht einmal die
0 Zu M (72) bezw. Ü> r und O vergl. v. Soden I, 2, 1142 ff, bezw. 1109 ff.
2) Zu 17 (90) bezw. 0 vergl. v. Soden I, 2, 1259 ff.

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