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des Zusatzes in f mit der Vulgata übereinstimmt, halte ich doch
grade hier f für ursprünglich gotisch, weil diese Hs. auch mit
placuit die gotische Lesart gegen die Vulgata bewahrt haben dürfte
und Auslassungen bei Überarbeitungen schwerer verständlich sind als
Zusätze. Dazu kommt als letztes, freilich bescheidenes Moment der
Unterschied der Stellung zwischen unserer Lucas-Stelle und der in
Acta. Also wird jah ahmin weihamma aus dem Lateinischen ein
gedrungen sein (vgl. Bernh. Anm.).
I, 29. bi innatgahtai is: iizl x

aoxoö: in (ad) introitu(m)
eius a b ffä q (e 1). Warum Stolzenburg diese Stelle nicht mit auf
geführt hat, ist mir nicht verständlich. Nach meiner S. 128 f dar
gelegten Ansicht ist dies eine der Stellen, die am sichersten auf
lateinischen Einfluss zurückgeführt werden müssen, während f die
ursprüngliche Lesart bewahrt hat.
I, 29. fueleika wesi so goleins, J)atei swa fhuf)ida izai: Troxairo;
£«} 6 otaTtasjxö? ooxo;: quod sic benedixisset eam (a b ft‘21 q r aur.).
Wir haben im Gotischen und in Übereinstimmung damit in f einen
Doppelausdruck für ein und denselben griechischen vor uns. Es
liegt auf der Hand, dass einer, und zwar der zweite Teil, weil mit
der lateinischen Lesart der angeführten Hss. identisch, von dorther
als Glosse eingedrungen sein muss. a )
I, 63. ij) is sokjands spilda nam gahmelida: -/.cd aixrjaa? Tttvaxtowv
sypcejisv: accepit pugillarem et scripsit (G b c 1 q r). Da nam im
Gotischen unverbunden zwischen den übrigen Satzgliedern steht, er
scheint es als Fremdkörper in einem Satzgefüge, das ohne denselben
buchstäblich genau dem Text der griechischen Quelle entspricht.
Dazu kommt, dass in f accepit fehlt.
II, 2. at wisandin kindina Syriais raginondin Saurim: t^siao-
vsöovxo? xrp Eopia;: praeside Syriae f 1* q r Vg mult . Da wieder wie I, 29
zwei synonyme Ausdrücke nebeneinander stehen, muss einer von beiden
eingedrungene Glosse sein, und zwar der erste, weil raginondin
genau T ( -f£p/jV£Öovxoj wiedergiebt (vgl. dazu III, 1) und Saurim der
Gewohnheit des Goten, für einen Landesnamen den der Bewohner
einzusetzen, entspricht (vgl. dazu S. 68 f). * 2 ) So deckt sich der
zweite Teil genau mit dem gotischen, der erste ebenso genau mit
dem lateinischen Text.
! ) Vgl. S. 97. Dazu Bernh. Anm. und „Kritische Untersuchungen“ II, 11.
2) Ks. Zs. 41, 168.

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