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Vg.-Hss. I)MZG ein gleiches „aus der Konstruktion fallen“ zeigen.
Da aber f gegen die betreffenden Vg.-Hss. mit dein gotisch
griechischen Wortlaut fortfährt: ad te venire statt ut venirem ad te,
so ist klar, dass der ganze Satz das Gepräge einer unvollständigen
Korrektur nach der Vulgata zeigt.
VIII, 12—15. Auch in diesem Abschnitt, den auf das Ganze
gesehen in genau dieser Fassung f allein hat, während im Cod. argent.
enger Anschluss ans Griechische vorliegt, trägt f offenbar den Charakter
späterer Änderung und Ausgleichung der verschiedenen korrespon
dierenden Teile. Dass wir diese Änderungen der zu f gehörigen
Vg.-Hs. zuschreiben dürfen, wird dadurch nahegelegt, dass in der
Überlieferung überhaupt eine bunte Mannigfaltigkeit der Formen
auftritt. Eine genaue Quellenbestimmung für die einzelnen Hss. ist
daher kaum möglich. So erklärt sich v. 12, wo die Ausdrücke:
ip pai . . . sind pai: quod aulem . . . cecidit hi sunt: qui autem
. . . sunt (hi) sich gegenüberstehen, cecidit aus v. 14, weil f es
ganz allein hat; desgleichen v. 13: pan hausjand: hi sunt, qui cum
audierint; qui cum audierint erklärt sich hi sunt als Ausgleich
nach v. 12, 14, 15. Endlich v. 14: pai sind paiei gaiuiusjandans
jah: hi sunt qui oum audierint verbtun: hi sunt qui amlicrnnl et
ist Kombination von v. 13 und 15. Im letzteren Fall steht f wieder
allein, während gleichzeitig darauf hingewiesen sei, dass die Hss. b c e
in v. 12 ihrerseits allein verbum hinzufügen. Das v. 15 hinzugefügte
cecidit stammt wie in v. 12 aus v. 14 (z. T. auch hier f = G).
Endlich verlangt noch IX, 12 eine Erklärung. Hier geht
f mit dem Cod. arg. in vier Punkten zusammen: tarn (auch lr);
ad eum (auch b in andrer Stellung); turbam (auch abelqr);
emant sibi escas (f allein). Unter den Itala-Hss. ist keine, die diese
Lesarten sämtlich teilte. Bemerkenswerte Abweichungen, auch von
der Vulgata, sind nun: discipuli eins als Zusatz, die Auslassung von
dercrtanl = got. saljaina, von denen die erste die Hss. ff 2 1 q r (c G)
gegen die griechische Überlieferung teilen, während die 2 sich nur
noch in G lindet. Dafür fügt freilich G in anderer Stellung et
refdiant se hinzu und lässt bei der ersten Abweichung eins aus.
Demnach ist der Cod. f wieder als Ganzes ohne genaue Parallele,
erklärt sich aber ziemlich einfach aus einer Mischung von gotischen
Elementen mit solchen eines wegen G wahrscheinlich als Vulgata
auszugebenden Textes, der nach Parallelstellen geändert sein muss.
Alle Abweichungen erklären sich nämlich aus Marc. VI!

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