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stehen. Nun erklärt sich die gotische Verdoppelung leicht aus der
ja nicht selten erkennbaren Absicht, durch das präpositionale Element
eines Verbalkompositums eine besondere Aktionsart hervorzuheben,
hier die perfektivische, so dass dem hinzugefügten ut die Aufgabe
bleibt, die Vorstellung der Richtung auszudrücken, wo hier offenbar
der Gegensatz zum vorhergehenden inngagyan kräftig hervorgehoben
werden soll. Dazu drückt egressus vollständig genügend sowohl die
Aktionsart des griechischen: ISsXhwv als die Richtung, die dadurch
angedeutet wird, aus.
XVI, 10. untriggws: infidelis: iniquus.
15. izwis silbans: vosmetipsos: vos.
XVII, 14. gaggandans ataugeij»: euntes ostendite: ite ostendite.
XVIII, 20. I)os anabusnins: haec mandata: mandata haec ist nicht
aus dem griechischen Artikel, wohl aber aus dem pos des Goten,
das auch das Pronomen vertritt, zu erklären.
29. {»atei: quia: —
31. ganimands {»an: adsumens autem: assumsit autem ... et.
36. gahausjands {»an: audiens autem: et cum audiret.
41. wileis ei taujau: vis ut faciam: vis faciam.
XIX, 13. athaitands {»an taihun skalkans seinans: vocans autem
decem servos suos: vocatis autem decem servis suis.
22. unselja skalk jah lata: serve nequa et piger: serve nequam.
(Vgl. S. 59). Die dem Gotischen analoge Stellung der Worte in
aq, — die wieder gemeinsam mit dem Cod. arg. ihre buchstäblich
genaue Deckung in der griechischen Parallelstelle finden, — beweist,
dass die gotische Lesart die ursprünglichere ist und f Anlehnung in
der Wortwahl ans Gotische unter sekundärer stilistischer Glättung
darstellt. (Vgl. v. 17 in f, wo sicher jüngere Bildung vorliegt.)
28. jah qi{»ands {»ata: et haec dicens: et bis dictis.
33. du tue: ut quid: quid. Vielleicht ist ut quid buchstäbliche
Übertragung von dwlue?
44. bama {»eina in {»us: filios tuos in te: filios tuos.
XX, 3. fraihna: interrogo: interrogabo. Die Veränderung des
griechischen Futurs in f zum Praesens ist nur über das Gotische
zu verstehen.
9. jera ganoha: annis multis: multis temporibus (vgl. S. 70).
11. unswerandans: inhonorantes: afficientes contumelia. Das
ganz ungebräuchliche lateinische Wort scheint dem Gotischen genau
nachgebildet worden zu sein.

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