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abyssum ire: ne imperaret illis, ut in abyssum irent (oder ire).
Die ungewöhnliche oder geradezu unlateinische Konstruktion des
einfachen Infinitivs bei iuberc erklärt sich aus wörtlicher Anlehnung
ans Gotische.
42. ini])f)anei J)an iddja is: cumque iter ageret: et contigit, dum
iret (d: iter faceret). Die gotische Form entspricht dem Auflösungs
verfahren des Übersetzers.
43. jah ni mahta was fram ainomehun: et non potuit ab ullo:
nec ab ullo potuit. f folgt dem gotischen Usus, die Negation zum
Verbum zu ziehen.
IX, 2. allans {nans unhailans: omnes inlirmitates: infirmos.
Beide Hss. stehen ganz allein. Während aber die gotische Lesart
sich enger an die griechische Quelle anlehnt, in die wahrscheinlich
schon wavta? durch Einfluss von v. 1 aufgenommen war (vgl. auch
Matth. X, 1), dürfte sich die von f ohne Schwierigkeit aus der
gotischen ableiten lassen unter Annahme einer nochmaligen Parallel
einwirkung, wahrscheinlich erst nach seiner Trennung vom gotischen
Text. Immerhin bleibt hier sicher nur, dass die gotische Lesart nicht
aus f stammt.
12. bugjaina sis matins: emant sibi escas: inveniant escas. Zur
gotischen Lesart vgl. S. 58. Der Cod. f lässt den vorhergehenden
Satzteil aus, im Gotischen konstatieren wir treuen Anschluss ans
Griechische. Daher ist f als sekundäre Nachbildung des nach der
Parallelstelle im Cod. arg. eingefügten Zusatzes aufzufassen.
16. ga|)iujnda ins: benedixit eos: benedixit illis (super eos).
18. gamotidedun imma siponjos is: occurrerunt ei discipuli eius:
erant cum illo (et) discipuli (eius). Ziehen wir wieder die Umgebung
in die Vergleichung hinein, so erweist sich die gotische Lesart als
Anschluss an den griechischen Text bezw. den der Parallelstelle,
f aber als Mischung aus gotischen und Vg.-Elementen. Im übrigen
verweise ich auf S. 84.
20. {)u is Xristus sunus gudis: tu es Christus lilius dei: christum
dei (vgl. S. 58).
26. ai|)f>au: aut: et.
43. Ich verweise für diesen wichtigen Vers auf S. 60 ff. Hinzu
fügen möchte ich, dass nach dem Zusammenhang und der hand
schriftlichen Überlieferung an der griechischen Parallelstelle mit
ziemlicher Sicherheit aoro anzusetzen ist, dem das doppeldeutige
gotische pamma voll genügt, während f, wenn es sein eum nicht

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