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§ 7-
Verdrängung durch vollere Ableitung nur selben Wurzel.
Wir werden uns in diesem Abschnitt mit solchen Worten
beschäftigen, die zwar keine direkte Fortsetzungen im ne. haben
und die deshalb mit Recht von uns als ausgestorben angesehen
werden dürfen, deren Stamm jedoch der Ausgangspunkt war für
eine Neubildung, so daß wir es mit einer Verdrängung des alten
Wortes durch eine vollere Ableitung zur selben Wurzel zu tun
haben. Die Beispiele werden das eben Gesagte verdeutlichen.
Zum vb. etan > ne. to eat gehört das ae. Adj. cet-lic, das
später durch »eatable« ersetzt wird.
bealu stirbt um 1400 in der Form bale aus und dafür tritt
»baleful« ein, das heute noch lebt.
Ebenso geht behefe ca. 1225 unter; das gleichbedeutende
»behoveful« übernimmt seine Funktionen.
besorget) kann sich nicht behaupten; die vollere Ableitung
»sorgfull« zeigt größere Lebensfähigkeit und ist heute noch als
»sorrowful« durchaus üblich.
ae. bryce gehört zum vb. brecan und kommt im me. als
bryche bis zum 14. Jahrhundert vor; daneben erhält sich »breakable«
auch noch weiterhin.
forht wird durch das. vollere Partizipialadjektiv »affrighted«
verdrängt.
Zum vb. freosan gehört das poetische h&yfreorig, das schon
früh der Verbalableitung »freezing« seinen Platz einräumen muß.
hol erscheint im me. noch als holl. Im Sc. wurde holl >
how(e), das dort und in den nördlichen Dialekten überhaupt auch
als Adv. fortlebt; sonst ist es durch das verwandte »hollow« außer
Kurs gesetzt.
militisc scjywand vor der volleren Form »military«.
(ge)mynde(■ ig) stirbt me. in der Form y-munde ab und wird
durch »mindful« ersetzt.
Der größeren Deutlichkeit wegen wird ncenig um 1200 in
»not any« zerlegt und geht selbst unter.
gerade {(ge)räd) wird me. zu irede und ist 1275 zuletzt litera
risch belegt; »ready« übernimmt seine Funktionen.
Für das Adj. rum, das mit dem sbst. gleichlautete, wird

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