isom < ae. (ge)söm unter; »unanimous« nahm seine Stelle ein,
das ebenfalls gemöd ersetzte.
»liberal« verdrängte nicht nur das in § 4 erwähnte röp,
sondern auch das ae. Adj. lil, das für den Begriff, den es dar
zustellen hatte, in seiner Lautgestalt nicht genügte.
Endlich trat noch für wopig das nachdrücklichere »tearful«
ein; eine Form *wöpful ist nicht nachzuweisen, was besonders
auffällt, da der Stamm wöp sich im vb. als ne. to weep bis heute
erhalten hat.
§ 6.
Schwere Consonanz.
Als schwerfällige Form wurde das ae. Adj. dagpern empfunden;
das leichtere »daily« konnte schon früh dafür eintreten.
Vielleicht hat die ßfache Consonanz in firmdig den Ersatz
durch »desirous« begünstigt.
Der Lautverbindung gn im Anfang von Wörtern scheinen
sich artikulatorische Schwierigkeiten entgegengestellt zu haben,
denn alle 3 ae. Adjektive, die diesen Anlaut zeigen, sind ab
gestorben : gnead und daneben griiepe (cfr. Schön, Bildung des
Adj. im Ae. §1. S. 6) werden durch »stingy« wiedergegeben,
ebenso gnorn durch sorgful > ne. »sorrowful«; das gleichlautende
sbst. war ebenfalls ae. selten neben dem gemeingermanischen
»sorg«, das an dessen Stelle trat. Im ne. sind 5 Wörter mit dem
Anlaut gn, — die sich bereits in ae. Zeit finden, — noch er
halten : to g n arl = k n urren, gnarled = knorrig, to g n ash =
knirschen, g n at = Mücke, G n itte, to g n aw =-nagen, dial,
k nagen. Alle diese Wörter sind wohl als onomatopoetische
Bildungen aufzufassen und deshalb vor dem Aussterben bewahrt
worden. Die 3 übrigen ae. Sbst. gnorn, gnidel, gnast und das
vb. gnornian sind wie die 3 ae. Adj. untergegangen.
logpor wurde vielleicht auch wegen seiner schwerfälligen
Form aufgegeben und durch crceftig > ne. »crafty« ersetzt.
pohhed war ganz undeutlich und schwer aussprechbar und
mußte vor me. lös ne. »loose« weichen, [leas cfr. § 13c).
Endlich trat noch für gewrixl das Part, »changing« und
ebenso für nixlnig das einfachere und verständlichere »fasting«

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