Full text: Die Technik der Gestaltendarstellung in den Novellen Theodor Storms

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549. Ein frohes Lächeln machte Erichs einfache Züge bei diesen Worten 
noch um Vieles heiterer. (S. 25.) 
ebd.: der Harfenspieler: 
550. ein Mann mit schwarzen niederhängenden Locken trat emsig das 
Rad. (S. 35.) 
„E. gr. Bl.*: Gabriel: 
551. Es mochte ein Student sein; vielleicht ein junger Doctor, der auf 
dem schmalen Fußsteige über die Haide ging. Die Kugelbüchse, 
welche er am ledernen Riemen über der Schulter trug, schien ihm 
schwer zu werden; denn je zuweilen im Weiterschreiten nahm er 
sie in die Hand, oder hängte sie von einer Schulter auf die andere. 
Seine Mütze hatte er abgenommen; die Nachmittagssonne glühte in 
seinen Haaren. (S. 98.) 
„J. So.“: der „Franzose“: 
552. Aus der Gartentür trat ein junger Reiteroffizier in weißer festtäglicher 
Uniform, den kleinen dreieckigen Federhut schief auf den Kopf ge 
drückt, und sah nach allen Seiten in die Gänge des Gartens hinab; 
dann, seinen Rohrstock zierlich zwischen den Fingern schwingend, 
horchte er nach einem offenstehenden Fenster im oberen Stockwerke 
hinauf. Der junge Mann lächelte, wie Jemand, dem was Liebes 
widerfahren soll, indem er langsam die kleine Gartentreppe hinunter 
stieg. Die Muscheln, mit denen der breite Steig bestreut war, 
knirschten an seinen breiten Sporen, bald aber trat er behutsam auf, 
als wolle er nicht bemerkt sein. (S. 313.) 
553. Der junge Offizier hatte den Hut in die Hand genommen und ließ, 
während er den Steig hinabging, die Sonne frei auf seine hohe Stirn 
und seine schwarzen ungepuderten Haare scheinen. (S. 314.) 
554. Und sie ließ die Feder fallen und warf sich an seine Brust, daß sich 
ein leichtes Puderwölkchen über ihren Köpfen erhob. Sie strich mit 
der Hand über seine glänzend schwarzen Haare. „Wie eitel du bist!“ 
sagte sie, indem sie den schönen Mann mit dem Ausdruck wohl 
gefälligen Stolzes betrachtete. (S. 315.) 
555. Unter den Leuten nannten sie ihn nur den Franzosen; denn er hatte 
rabenschwarzes Haar, das er nur selten pudern ließ, wenn er nicht 
just im Dienst war. (S. 324.) 
ebd.: 
556. Gleichwohl schien es ihn nicht zu stören, als ihm aus einem Seiten 
gange ein junger Mann in bürgerlicher Kleidung mit sauber gepuderter 
Frisur entgegenkam. (S. 313.) 
ebd.: 
557. Nicht weit davon, dem Sopha gegenüber, saß ihr Enkel, ein Mann 
über die Zeit der vollsten Jugend noch kaum hinaus. Er stützte 
seinen Kopf in die Hand und blickte nach den kleinen Familienbildern, 
die in silberner Fassung über dem Sopha hingen. (S. 321.)
	        

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