Full text: Die Technik der Gestaltendarstellung in den Novellen Theodor Storms

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370. denn ich habe die Erinnerung, als sei bald eine Stille um mich 
gewesen, in der ich nur die sanfte Stimme meiner Mutter ... hörte. 
(S. 62.) 
371. „Ei, schöne Mamsell“, sagte sie, indem sie einen tiefen Knix vor 
ihr machte und mit einer abscheulichen Koketterie ihre durch 
löcherten Röcke schwenkte, Und bei diesen Worten zog 
sie die Schlumpen von den nackten Füßen und schlug sie aneinander, 
daß es klatschte. (S. 73.) 
372. und verzog ihren Mund, daß das blendende Gebiß zwischen den 
Lippen hervortrat. (S. 73.) 
„Dr. a. M.“: Die Mutter des Doctors: 
373. Die Mutter des Doctors stand, . . ., neben ihrem Sohn im Zuge der 
offenen Haustür, strich sich dann und wann die grauen Härchen 
unter ihre Haube und betrachtete kopfschüttelnd die zierlichen Dinge. 
(S. 196.) 
374. Er ließ noch einen Augenblick die zärtlichen Augen seiner Mutter 
in den seinen ruhen ; .(S. 190). 
„J. Schl.“: die Mutter Arnolds: 
375. Im Hintergründe, . ., saß neben einem am Boden spielenden kleinen 
Knaben eine alte Frau in der gewöhnlichen Bauerntracht von 
dunklem eigengemachtem Zeuge, das graue Haar unter die schwarz 
seidene Kappe zurückgestrichen. Als wir näher getreten waren, 
stand sie langsam auf und musterte uns gelassen mit ein Paar grauen 
Augen, die unter noch schwarzen Brauen kräftig aus dem gebräunten 
Gesicht hervorsahen. (S. 142.) 
ebd.: Die Oberforstmeisterin: 
376. Die Oberforstmeisterin war eine stattliche Dame in mittleren Jahren; 
ihre Augen waren beständig halb geschlossen, als sei die Welt ihres 
vollen Blickes nicht wert, und ich dachte immer, ihr Fuß müsse 
jedes kleine Geschöpf auf ihrem Wege zertreten; so wenig sah sie, 
was unter ihr am Boden war. Aber die Fältchen um ihre Augen 
verschwanden, als sie auf mich zu kam; (S. 152/3.) 
„A. d. U.“: die Frau Bürgermeisterin: 
377. Aber gleich nach mir war die Bürgermeisterin eingetreten. Nachdem 
sie die junge Gesellschaft begrüßt und, wie Fritz sich ausdrückte, 
einen ihrer Generalsblicke im Saale umhergeworfen hatte, schritt sie 
auf Lore zu und nahm sie bei der Hand. (S. 91.) 
378. und die wackere Frau Bürgermeisterin lehnte sich vor Behagen 
lächelnd weit zurück in ihrem Sopha, wo sie seit Beginn des Unter 
richts als aufmerksame Zuschauerin Platz genommen hatte. (S. 93.) 
379. denn auf der breiten Brust und bei den etwas kupferigen Wangen 
der Frau Bürgermeisterin hatten diese farbigen Rosenbouquets im 
letzten Winter eine Art von komischer Berühmtheit erlangt; (S. 97).
	        

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