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344. Und während sie immer eifriger an ihrem schadenfrohen Werke
arbeitete, zuckte unablässig ein kaum verhaltenes Lachen über ihr
Gesichtchen, sodaß die weißen Zähnchen hinter den roten Lippen
hervorblitzten. (S. 242.)
345. Dann strich sie das schwarze Haar hinter die Ohren und kam auf
den Fußspitzen zu mir heran. (S. 242.)
346. Jenni voran, ich vermochte kaum zu folgen; aber es entzückte mich
— daß weiß ich noch sehr wohl — wie die geschmeidigen Füßchen
mit sichern, fast lautlosen Tritten vor mir die Stufen hinaufflogen.
(S. 243.)
347. dann setzten wir uns zusammen auf unsern Block, und Jenni stützte
das Köpfchen schweigend in ihre Hand, daß die krausen Haare ihr
über das Gesicht herabhingen. (S. 243.)
348. Als ich dabei unwillkürlich auf die schlanken weißen Fingerchen
blickte, welche die meinen gefangen hielten, erschien mir daran,
ich wußte nicht was, anders, als ich es sonst gesehen hatte. Und
» plötzlich, während ich darüber nachsann, sah ich es auch. Die
kleinen Halbmonde an den Wurzeln der Nägel waren nicht wie bei
uns andern heller, sondern bläulich und dunkler als der übrige Teil
derselben. (S. 243/4.)
349. „Sieh nur!* sagte ich, indem ich ihre Finger neben einander legte,
daß die übrigens ganz rosenroten Nägel wie eine Perlenschnur bei
sammen standen. (S. 244.)
350. Jenni saß schweigend neben mir; ich betrachtete ihr Gesichtchen;
es war sehr blaß, nur unter den Augen lagen seltsam tiefe Schatten.
(S. 245.)
351. Als ich hinaufblickte, sah ich über mir in der Höhe zwischen den
blühenden Zweigen die großen erschreckten Augen und die hängen
den schwarzen Locken des schönen Kindes, das sich mit halbem
Leibe aus dem zertrümmerten Dache zu mir herabbog . . . (S. 247).
352. sprang sie wie emporgeschnellt wieder auf. „Du“, schrie sie, und
die ganze kleine Gestalt streckte sich, „rühr ihn nicht an!“ Sie
hielt ihm das geballte Fäustchen vors Gesicht; im Grunde ihrer
Augen funkelte etwas, das herausschießen wollte. (S. 247.)
353. Als meine Mutter jetzt in den Garten trat, flog Jenni auf sie zu,
und ich sah, wie die milde Frau das zuckende Körperchen des
heftig bewegten Kindes ... an sich drückte. (S. 247.)
354. bis ich . . . beim Hinabblicken Jenni im Nankingreisemäntelchen
einen Zweig um den andern bis zu mir hinauf erklimmen sah. (S. 248.)
355. diesem leichten, feingliedrigen Kinde war kein Baum zu hoch,
(S. 239).
356. „Ja, ich sehe deine weiße Hand* (S. 246).
357. Sie sprach kein Wort, sondern sah mich dabei nur höchst traurig
mit ihren großen Augen an. (S. 248.)

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