Full text: Die Technik der Gestaltendarstellung in den Novellen Theodor Storms

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sonders auffiel, waren die weißen spitzen Zähne, die jetzt von den 
lächelnden Lippen bloßgelegt wurden. (III, S. 84.) 
Jetzt bog sie sich über den Rand des Sitzes zu ihm herab; ich sah 
ein Paar dunkle Augen in dem blassen Antlitz blitzen, und die 
weißen Zähne wurden wieder sichtbar zwischen den üppigen Lippen. 
(S. 85.) 
denn in dem Kranze, den die Slovakendirne auf ihren schwarzen 
Haaren trug, saßen richtig meine roten Rosen; (S. 96). 
und es hilft einmal nicht, die gestohlenen Rosen ließen ihr ver- 
wettert gut zu ihrem feinen, unverschämten Stumpfnäschen. (S. 97.) 
Erst, als er nach ihrer Hand griff, stieß sie ihn vor die Brust und 
tat wild wie ’ne Katze; aber als sie merkte, daß es Ernst war, ward 
sie auch ebenso geschmeidig und lacht’ und wies ihre weißen Zähne, 
und tanzte mit ihrem schmucken Hans. (S. 97.) 
„Nein!“ sagte sie kurz, zog einen ihrer kleinen Schuhe aus und 
zupfte die rote Bandschleife darauf zurecht; dann funkelte sie wieder 
auf den Hans mit ihren schwarzen Augen . . . (S. 98.) 
Als ich mich umwandte, erblickte ich eine schlanke volle 
Mädchengestalt in städtischer Kleidung, deren kleine und, wie mir 
schien, zitternde Hand eben ein schwarzes Kopftuch von dem Nacken 
streifte. 
Ich konnte nicht zweifeln, wen ich vor mir hatte; zum ersten Mal 
sah ich den verführerischen Kopf jenes Mädchens unverhüllt. (S. 102.) 
Als ich aufblickte, sah ich, daß sie totenblaß war; ich hörte, wie 
die weißen Zähnchen aufeinander schlugen. (S. 103.) 
Sie hatte seitwärts einen raschen Blick in den kleinen, mit Pfauen 
federn geschmückfen Spiegel geworfen, und eine Sekunde lang brach 
es wie heiße Lebenslust aus ihren dunklen Augen. (S. 106.) 
Im Zimmer war nur noch das Licht des Sonnenuntergangs, in dem 
die roten Lippen des Mädchens auffallend gegen ihr blasses Gesicht 
und ihre dunklen Augen hervortraten. (S. 108.) 
Das Mädchen schien von diesen Worten nichts zu hören; sie hatte 
wie erschöpft den Kopf so weit gegen die Wand gelehnt, daß ihr 
das schwarze Haar von den Schläfen zurückgefallen war. (S. 113.) 
. . . und als ich mich nun selber umwende — Herr, du mein Jesus 
Christ! da guckt ein Tier durch den Fensterladen! ich sah ganz 
deutlich die weißen spitzen Zähne und die schwarzen Augen!“ 
(S. 115.) 
Und doch, als ich das Mädchen so leblos mit ihrem kreideweißen 
Gesicht und den roten Lippen dasitzen sah — (S. 115). 
und zugleich sah ich, wie am Fenster das Mädchen ihren Kopf auf 
reckte und mit weit aufgerissenen Augen hinausstarrte. Die Unschlitt 
kerzen leuchteten nicht so weit, aber es fiel von außen eine Mond 
helle durch die Scheiben. Gleich einer Schlange glitt sie in die 
Höhe und blieb dann mit offenem Munde stehen. (S. 117.)
	        

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