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der mächtigen Vögel; sie stießen ihre heiseren Töne aus und schlugen
wie zornig mit den weißen Flügeln. Unwillkürlich blieb ich stehen;
so wild und doch so anmutvoll war dieses Bild. Die knieende
Gestalt des Mädchens regte sich noch immer nicht. (S. 21.)
182. Susanne stieß einen lauten Schrei aus, daß selbst die Vögel erschreckt
zur Seite stoben; dann schleuderte sie das Ei weit von sich, und
wie vorhin über die kleinen Abgründe, flog sie auf mich zu und
schlang beide Arme um meinen Hals. (S. 22.)
183. ich weiß noch gar wohl, wie Susanne mich erschrocken von sich
stieß und dann, bis unter ihr lockicht Stirnhaar errötend, wie hülflos
vor mir stehen blieb. (S. 22.)
184. Susanne, in weiche Tücher eingehüllt, lehnte neben mir an der
Schanzkleidung; ihr Antlitz erschien fast blaß in der nächtlichen
Beleuchtung. (S. 25.)
185. Zwei junge Augen, die sich, still wie diese Nacht, mitunter zu mir
wandten, waren ein holderes Geheimnis. (S. 26.)
186. Es ist mir andererseits verhüllt geblieben, ob etwa im Verlaufe des
Lebens der Blick jener blauen Augen neben dem Strahl des Edel
steins nicht auch die Härte desselben angenommen hat. Der Tag
auf des Vetters Hallig und mitten darin Susannens süße jugendliche
Gestalt steht mir, wie Rungholt, wohlverwahrt in dem sichern Lande
der Vergangenheit. (S. 26.)
ebd.: Eveline:
187. Sie reichte mir flüchtig die Hand, ihr dunkles Auge streifte mich; ..
Der weiche, etwas müde Klang ihrer Stimme lag noch immer in
meinem Ohr; (S. 30).
188. Du weißt es, meine Muse, denn du standest mir gegenüber neben
dem Bilde deines Lieblings, des Jünglings Goethe, die schönen Hände
in deinem Schoß gefaltet. Deine Augen waren hingegeben offen,
und ich trank aus ihnen die entzückende Götterkraft der Jugend.
(S. 31.)
189. Du hattest getanzt und lehntest atmend in der Sofaecke; da sah ich
dein Antlitz sich verwandeln, deine Züge wurden scharf, deine
Wangen schlaff und fahl. Schon streckte meine Hand sich aus, um
leis die Ros'e aus deinem Haar zu nehmen ; denn sie saß dort wie
ein Hohn für dein armes Angesicht. Aber es verschwand, da ich
fest dich anblickte; du lächeltest, du warst wieder nicht älter als
deine achtzehn Jahre. (S. 33.)
.Draußen im Haidedorf“: die Slovakenmargreth:
190. Auf diese . . . Worte wandte sie den Kopf. Bei dem Schein der
Leuchte sah ich nur den unteren Teil des Gesichtes; aber diese
weichen blassen Wangen waren schwerlich jemals dem Wetter der
ländlichen Saat- und Erntezeit preisgegeben gewesen; was mir be-

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