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157. Und während die bitterste Erregung aus ihrer Stimme klang, setzte
sie hinzu: „Ich kann den Mann nicht bitten!* Sie trat einen Schritt
zurück und setzte sich auf die Bank, die hinter uns an der Laub
wand stand. Dann ließ sie den Kopf in beide Hände sinken .. (S. 265.)
158. Jenni hatte sich schweigend zurückgelehnt; ein Streif des Mond
lichts beleuchtete die schmale Hand, die in ihrem Schoße lag, und
ich sah wieder, wie vor Jahren, die kleinen dunkeln Monde an
ihren Nägeln. Ich weiß nicht, weshalb ich darüber fast erschrack,
so daß meine Augen wie gebannt waren. (S. 266.)
159. Sie war aufgestanden. Ich sah, wie eine leichte Röte über ihr
schönes Gesicht flog; dann aber, wie aus unwillkürlichem Antrieb,
streckte sie die Hand nach dem Ringe und erfaßte ihn. (S. 266.)
160. da lag sie plötzlich an meiner Brust und hatte ihre Hände fest um
meinen Nacken geschlossen. Sie sah zu mir empor; ihre großen
glänzenden Augen waren wie ein Abgrund unter mir: „Ja, Jenni“,
. . ., „du bist bethörend schön; sie war nicht schöner, die dämo
nische Göttin, die einst der Menschen verwirrte, daß sie Alles ver
gaßen, was sie einst geliebt! Vielleicht bist du es dennoch selbst
und gehst nur um in dieser seligen Nacht, um die zu beglücken,
die noch an dich glauben. (S. 287.)
161. Sie schüttelte den Kopf, indem sie mich groß und ruhig anblickte;
in ihren Augen war, ich kann nicht anders sagen, ein Ausdruck
von erhabener Schwärmerei. (S. 275.)
162. Sie stieß einen Laut der Klage aus, so schmerzlich, wie ich jemals
etwas hörte. Dann streckte sie die Arme nach mir aus, unbe
kümmert, wer es sehen möchte; und wie einmal zuvor im Geheim
nis der Nacht, so hielt ich sie jetzt im hellsten Sonnenlicht an
meinem Herzen. (S. 275.)
163. Ich sah auf ihr schönes blasses Antlitz, da sie schwieg. Sie hatte
die Augen geschlossen und, als wolle sie hier ruhen, den Kopf auf
meine Schulter gelegt. (S. 275.)
164. dort brachte ich heraus, daß eine junge schöne Dame mit schwarzen
Haaren sich an Bord befinden solle. (S. 278.)
ebd.: Jennis Mutter:
165. „Immer vergebens und immer wieder ringe ich, ihr schönes Antlitz
aus der trüben Vergessenheit heraufzubeschwören. Nur ihre zärt
liche Gestalt sehe ich noch an meinem Kinderbettchen knieen; ein
seltsames Lied summt sie und blickt mich mit weichen sammet
schwarzen Augen an, bis unwiderstehlich mich der Schlaf befällt.“
(S. 257.)
166. Und als überkomme ihn, den alten Kaufmann, plötzlich der Zauber
der Erinnerung, fuhr er fort: „Sie war unglaublich schön, jene Frau;
unglaublich! — Wenn sie sich in ihrer Hängematte schaukelte, in

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