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119. Lore, das Kleid über ihren Halbstiefelchen aufgeschürzt, die schwarzen
Haare hinter die Ohren gestrichen, ging mit dem kleinen hölzernen
Tritt von einem zum andern. (S. 132.)
120. Sie schüttelte den Kopf; aber ich hörte, wie ihr der Atem versetzte,
und ihre Augen blitzten ordentlich vor Lust. (S. 134.)
121. Sie sah ganz verwirrt aus und schlug die Augen nieder, als sie
droben saß, und ließ sich geduldig den Zaum zwischen den Fingern
von ihm zurecht legen. (S. 134.)
122. so flogen seine Blicke an dem Mädchen hin und wieder, von ihren
schwarzen wehenden Haaren bis zu dem Füßchen, das oben an dem
Sattel unter dem Kleide hervorsah ... Sie saß nur wie angeflogen
und lächelte und sah auf den jungen Mann, grad’ als wären’s seine
Augen, die sie auf dem Sattel festhielten. (S. 135.)
123. und der Fuchs stutzt und macht einen Satz. Ich denke, die Lore
stürzt herunter; aber nein, sie hing noch an dem Hals des Pferdes;
nur blaß war sie geworden wie der Tod. (S. 135.)
124. Lore, auf dieses Wort, ohne einen Laut zu geben, steht sie von der
Bank auf, nimmt ihren Hut und geht, ohne sich umzusehen, die
Straße hinab. (S. 143.)
125. Da stand sie mitten im Zimmer kreideweiß und nagte sich auf den
Lippen, daß ihr das Blut übers Kinn lief; (S. 144).
126 denn zu schön hat sie ausgesehen; als wenn sie aus dem
Morgenland gekommen wäre, haben sie gesagt. Sie ist blutrot ge
worden, als er zu ihrem Platz getreten ist, und hat am ganzen Leibe
gezittert. Aber nun ist sie aufgestanden und hat ihm die Hand ge
geben, (S. 157).
127. vor meinem innern Auge stand die liebliche Kindesgestalt des
Mädchens; ich sah sie wieder an dem Halse ihres armen Vaters
hangen; (S. 146).
128. Sie saß dem Billardzimmer gegenüber zwischen einem Paar jüngerer
Mädchen, die lebhaft zu ihr sprachen, während sie teilnahmlos vor
sich hinblickte.
Im Haar trug sie eine weiße Rose, eine Seltenheit in dieser Jahres
zeit; aber auf ihrem Antlitz war die Rosenzeit vorüber; kein Rot
schimmerte mehr durch diese zarten blassen Wangen. (S. 147.)
129. Sie war eine voll ausgewachsene Mädchengestalt, aber gleichwohl
reichte sie ihm nur bis an die Brust. Ich sah ihnen lange nach;
sie hatte den Kopf in den Nacken fallen lassen, während sie fast von
seinem Arm getragen wurde und nur mit den Fußspitzen den Boden
berührte; er neigte sich über sie, und seine Augen lagen unbeweglich
wie die eines jungen Raubvogels auf ihrem Antlitz, das sie mit ge
schlossenen Liedern ihm entgegenhielt. Als der Tanz zu Ende war,
führte er sie an ihren Platz und ließ sie leicht aus seinen Armen auf
den Stuhl gleiten. (S. 148.)

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