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„Im Sonnenschein“: Fränzchen:
21. daß seine .... Augen erst nach einer ganzen Weile die jugendliche
Gestalt eines Mädchens aufzufassen vermochten, welche, inmitten des
Zimmers an einem Marmortischchen sitzend, Zahl um Zahlen mit
sicherer Hand in einen vor ihr liegenden Folianten eintrug. Der
junge Offizier blickte verhaltenen Athems auf das gepuderte Köpfchen,
das über den Blättern schwebend, wie von dem Zuge der Feder
harmonisch hin und wieder bewegt wurde. — Ein Lächeln
trat um den Mund des Mädchens, und die dunkeln Augenwimpern
hoben sich ein Weniges von den Wangen empor; dann aber, als hätte
sie sich besonnen, streifte sie nur den Ärmel der amaranthfarbenen
Contusche zurück und tauchte aufs Neue die Feder ein (1, S. 314).
22. „Herr Kapitän!“ rief sie und streckte ihm die Hand entgegen. Sie
hatte den Kopf zurückgeworfen; ein Paar tiefgraue Augen waren mit
dem Ausdruck nicht allzu ernsthaften Zürnens auf ihn gerichtet (S. 315).
Sie bog sich lächelnd mit dem Oberkörper von ihm ab ... . Sie
hob sich auf den Fußspitzen zu ihm heran und sagte: . . . . Und sie
sah ihn mit ihren klugen Augen an (S. 316).
23 da trat die Spitze eines seidenen Mädchenschuhs ihm in die
Sonne. Er blickte auf, Franziska stand vor ihm; die Feder hinterm
Ohr, deren weiße Fahne wie ein Taubenfittig von den gepuderten
Köpfchen abstand. Sie lachte, eine ganze Weile; unhörbar erst, man
sah es nur. Er lehnte sich zurück und blickte sie voll Entzücken an;
sie lachte so leicht, so mühelos, es lief über sie hin, wie ein Wind
hauch über den See; so lachte niemand anders (S. 317).
24. Sie hatte zierliche Füße und einen behenden Tritt; aber sie stieß im
Gehen, unmerklich fast, mit den Knien gegen das Gewand. Der
junge Mann folgte dieser Bewegung, so wenig schön sie sein mochte,
mit den glücklichsten Augen; er merkte es kaum, als die Geliebte
jetzt wieder vor ihm stand. „Nun“, fragte sie, „was sagte die Frau
Syndica? oder war es eine von ihren sieben Töchtern?“ „Sie sagte“ —
und er ließ seine Augen langsam an ihrer feinen Gestalt hinaufgleiten
— „sie sagte: ,Die Mamsell Fränzchen ist eine angenehme Person;
aber gehen tut sie wie eine Bachstelze!"
„O du!“ und Fränzchen legte die Hände auf den Rücken in
einander und sah freudestrahlend auf ihn nieder (S. 320).
25. Sie hatte auch eine schlanke wohlproportionierte Figur, und dein Groß
vater pflegte sie wohl mit ihren feinen Händen zu necken (S. 323).
„Angelica“: Angelica:
26. da legte Angelica plötzlich die Arme um seinen Nacken, und indem
sie ihn mit klaren Augen ansah, preßte sie ihre Lippen auf die seinen.
„Dein!“ sagte sie; und mit der Hand die Thränen von den Wangen
trocknend, entriß sie sich ihm und lief in den Garten hinab, daß ihre
feine Gestalt in der Mondesdämmerung verschwand (I, S. 289/90).

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