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Die Gruppe der Beiwörter, die neu geschaffen, neu
angewendet und typisch verwendet werden, steht im Sprach
gebrauch der hier behandelten Novellen durch. Die Neu
prägung „goldklar“ in Anwendung auf das Frauenhaar
kehrt dreifach wieder in der Nov. „A. d. St.“ und begegnet
an einer Stelle in der zwölf Jahre späteren Nov. „E. Hf.“
— „Milde“ und „sanft“ sind charakteristisch für den
Ton der Frühnovellistik. „Jung“ und „fein“ gehören
zum festen stilistischen Inventar der Novellistik der ersten
Epoche; ebenso „jung“ in Anwendung auf Antlitz, Auge,
Stimme, Mund und Fuß, „fein“ in Anwendung auf Gestalt,
Gesicht, Nase, Kopf und Hände. Hierher gehört auch
„leicht“ und „zart“, angewendet auf Gestalt, Hand und
Antlitz; „zärtlich“ für Auge und Gestalt. Wie man bei
Storm eine Typik der Anschauung, so kann man
auch eine Tafel der Lieblingsworte aufstellen, sie ist
ungemein charakteristisch fürStorms dichterisches Empfinden.
A. Typische Beiwörter:
fein:
„M. u. i. U.“: feine: Sammetkäppchen S. 7. — ,1. Sa.“: feiner junger:
Mensch S. 307.— feinen: Hände S. 311. — ,1m.“: feines: Köpfchen
S. 10. — feine: Gestalt S. 32. — feinen: Zug S. 35. — „I. So.“:
feinen: Gestalt S. 320. — feine blasse: Gesichtchen S. 321. — feinen:
Hände S. 323. — „Ang.“ : feinen: Zügen S. 287. — feine: Gestalt
S. 289/90. — feine zärtliche: Gestalt S. 296. — feinen: Gesichtchens
S. 297. — „A. d. St.“: feinen blassen: Gesicht S. 59. — feine:
Gesichtchen S. 65. — feinen: Haare S. 67. — feine: Gestalt S. 83.
— feinen: Lippen S. 88. — feinen roten: Lippen S. 88. — „Dr. a.
M.“: feines: Näschen S. 192. — „I. Schl.“: feinen vorspringenden:
Nase S. 124. — feinen: Antlitzes S. 135. — „A. d. U.‘: feines:
Aussehen S. 81/88. — feine: Blumenrosette S. 96. — feines: Köpfchen
S. 100. — feinere: Gestalt S. 116. — feine bürgerliche: Kleidung
S. 125. — feine: Person S. 134. — „Dr. i. H.“: feinen unverschämten:
Stumpfnäschen S. 97. —
jung:
„Ang.“: jungen: Antlitz S. 288. — jungen: Antlitzes S. 296. — „A. d.
St.“: jungen: Glieder S. 88. — „Sp. R.“: jungen lachenden: Augen
S. 51. — „I. Schl.“: junges: Antlitz S. 164. — „A. d. U.“: junger:
Mund S. 119. — jungen asiatischen: Augen S. 110. — „Abs.“: jungen
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